GTC - 24 h in Oppenrod 

 Ein Wochenende zwischen Euphorie und Pech

Das GTC-Rennwochenende in Oppenrod hatte alles, was Motorsport ausmacht: starke Leistungen, perfekte Bedingungen, Teamwork – aber leider auch Missverständnisse, Pech und unglückliche Entscheidungen außerhalb unserer Kontrolle. Am Ende blieb ein Ergebnis, das nicht annähernd widerspiegelt, was eigentlich möglich gewesen wäre.

Schwieriger Auftakt am Samstag

Das erste Rennen über acht Stunden begann direkt mit einem Rückschlag. Durch ein Missverständnis im Qualifying starteten wir weit hinter unseren Möglichkeiten. Statt der geplanten wenigen schnellen Runden wurden zu viele gefahren – das Resultat: Disqualifikation im Qualifying und ein Startplatz im hinteren Feld.
Doch genau hier zeigte das Team Charakter. Mit einem starken Start arbeiteten wir uns Platz um Platz nach vorne und waren wieder mitten im Geschehen. Leider blieb es nicht beim ersten Fehler des Tages: Ein weiteres Kommunikationsproblem führte dazu, dass unser Kart mit zu geringem Gewicht ins Rennen ging. Die folgende Stop-and-Go-Strafe von drei Minuten machte alle Hoffnungen zunichte.
Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch darum, das Rennen sauber zu Ende zu fahren und möglichst viele Erkenntnisse für den nächsten Tag mitzunehmen.

Sonntag: Das Rennen, das alles hätte werden können

Am Sonntag startete das 16-Stunden-Rennen – und diesmal lief zunächst alles nach Plan. Ich konnte im Qualifying Platz 8 einfahren und einen gelungenen Start hinlegen, so waren wir von Beginn an im Spitzenfeld dabei.
Unsere Strategie ging voll auf: konstante Stints, saubere Wechsel und perfekt abgestimmte Boxenstopps. Als einziges Team konnten wir tatsächlich unsere Tankstopps perfekt timen, was uns einen enormen Zeitvorteil verschaffte. Zwischenzeitlich übernahmen wir sogar die Gesamtführung. Das Gefühl im Team war eindeutig – heute geht etwas Großes.
Doch dann kam der Einschnitt: Ein schwerer Unfall eines anderen Fahrers führte zu einer langen Safety-Kart-Phase. In dieser Zeit nutzten wir die Situation ideal für einen Boxenstopp. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Kurz darauf fiel die Zeitnahme aus.
Nach rund eineinhalb Stunden ohne funktionierende Zeitnahme wurde das Rennen schließlich abgebrochen. Laut Reglement wurde der Stand zwei Runden vor der letzten gewerteten Runde als Endergebnis herangezogen. Unglücklicherweise befanden wir uns genau zu diesem Zeitpunkt in der Box.
Das bedeutete einen brutalen Absturz im Klassement: Statt einer möglichen Top-3-Platzierung wurden wir auf Rang 6 gewertet – mit zwei Runden Rückstand.
Noch härter traf uns die Konsequenz für den Folgetag: Die Startaufstellung richtete sich nach genau diesem Ergebnis, jedoch nach der Position auf der Strecke. Da wir in der Box waren, fanden wir uns plötzlich in der Startaufstellung fast am Ende des Feldes wieder.

Montag: Kämpfen bis zum Schluss

Die Enttäuschung war spürbar. Nach einem nahezu perfekten Rennen am Sonntag auf diese Weise zurückgeworfen zu werden, schlägt auf die Motivation. Dennoch war klar: Aufgeben ist keine Option.
Also gingen wir am Montag erneut an den Start und versuchten, das Beste aus der Situation zu machen. Trotz der schwierigen Ausgangslage kämpfte sich das Team nach vorne und hielt Anschluss an die Top 5.
Doch erneut kam das Pech ins Spiel: Zündaussetzer machten uns zu schaffen, und schließlich zwang uns ein Defekt dazu, während des Rennens den Vergaser zu wechseln. Die Reparatur kostete wertvolle Zeit und warf uns endgültig aus dem Kampf um die vorderen Plätze.
Am Ende überquerten wir die Ziellinie auf Rang 9 in der GTC-Klasse.

Fazit: Mehr als nur das Ergebnis

Auch wenn die Ergebnisse das nicht widerspiegeln, war dieses Wochenende ein klarer Beweis für unser Potenzial. Wir hatten ein starkes Kart, ein bestens funktionierendes Team und die Pace, ganz vorne mitzufahren.
Oppenrod hat gezeigt, was möglich ist – auch wenn es das Ergebnis am Ende nicht zeigt. Genau diese Mischung aus Frust und Motivation nehmen wir mit.
Der Blick geht nach vorne:
Auf ein Neues in Wackersdorf beim kommenden Bavarian24 im Juli. 🦝🏁

 GTC - 1. Rennen der Saison in Belleben 

 12 Stunden, gemischte Gefühle und starke Aufholjagden

Vergangenes Wochenende stand für mich das erste Highlight der GTC (German Team Championship) 2026 an – das 12-Stunden-Rennen in Belleben. Ein Event, das sich immer besonders anfühlt: anspruchsvoll, lang und immer für Überraschungen gut.

Bereits am Freitag ging es ins Training. Wir haben viele Runden abgespult, um uns optimal vorzubereiten. Allerdings musste ich relativ schnell feststellen, dass mir das Einsatzkart dieses Mal nicht so wirklich lag. Umso ärgerlicher, weil ich die Strecke in Belleben eigentlich sehr mag und mich dort sonst immer wohlfühle.

Am Samstagmorgen standen direkt die beiden Qualifyings an, jeweils für Rennen 1 und Rennen 2. Beide Sessions wurden von meinen Teamkollegen gefahren. Das Ergebnis war zweimal identisch: Startplatz 14. Keine ideale Ausgangslage, aber definitiv eine, aus der man noch etwas machen kann.
Wir waren an diesem Wochenende zu dritt für Racoon Racing (#69) am Start – eine ungewohnte Konstellation, die dennoch gut funktioniert hat.

Rennen 1 (3 Stunden, Samstag)
Der Auftakt lief noch nicht ganz nach Plan. Wir haben uns schwergetan, richtig nach vorne zu kommen und mussten uns am Ende mit Platz 10 im Gesamtklassement zufriedengeben. Kein Desaster, aber definitiv Luft nach oben.

Rennen 2 (4 Stunden, Samstag)
Im zweiten Rennen lief es dann deutlich besser – trotz einer Strafe. Wir konnten ein starkes Tempo gehen, viele Überholmanöver setzen und uns konstant nach vorne arbeiten. Am Ende stand ein richtig starkes Ergebnis: Platz 4 gesamt. Ein echtes Ausrufezeichen und eine gute Ausgangsposition für den Sonntag.

Rennen 3 (5 Stunden, Sonntag)
Der Sonntag hatte es dann nochmal in sich. Durch das Reverse Grid der Top 10, basierend auf Rennen 2, startete ich von Platz 7 ins Rennen. Die Bedingungen waren alles andere als einfach: Vom Nachtregen rutschige Strecke, Regenreifen – volle Konzentration war gefragt.

Leider kassierten wir erneut eine Strafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse. Aus unserer Sicht absolut ungerechtfertigt, aber auch ein Einspruch konnte daran nichts mehr ändern. Trotzdem haben wir uns nicht hängen lassen und nochmal alles reingeworfen. Besonders in meinem zweiten Stint, nun mit Slicks, lief es deutlich besser und wir konnten wieder Boden gutmachen. Am Ende stand P7 gesamt auf der Ergebnisliste.

Fazit
In der GTC-Klasse – der höchsten Klasse im Feld – haben wir in Addition der Rennen die Top 5 und damit die Pokalränge zwar knapp verpasst, aber dennoch wichtige Punkte für die Saison gesammelt.

Unterm Strich war es ein Wochenende mit Höhen und Tiefen: sportlich herausfordernd, teilweise frustrierend, aber auch mit richtig starken Momenten. Und vor allem war es wieder ein richtig cooles Wochenende mit den Waschbären von Racoon Racing – auf der Strecke voll fokussiert und neben der Strecke mit jeder Menge Spaß. Selbst die verhinderten Racoons fieberten über die Speedhive App mit und spornten uns über Whatsapp an; schön, dass wir so zusammen halten!
Ich freue mich schon auf die weitere Saison mit euch.

 ADAC Clubsport Serie - Nürburgring (iRacing) 

2x 1., 1x 3.

Finale am Nürburgring – Mein Weg zum Meistertitel 🏆

Was für ein Saisonabschluss! Am vergangenen Donnerstag fand das große Finale der ASRC Simracing Serie am Nürburgring statt – und für mich stand dabei alles auf dem Spiel. Mit gerade einmal 10 Punkten Vorsprung in der AM-Meisterschaft war klar: Jeder Fehler könnte den Titel kosten.
Wie schon bei den Events zuvor warteten drei Rennen auf uns – zweimal 20 Minuten und ein finales 30-Minuten-Rennen mit Reverse Grid für die Top Ten. Eine Konstellation, die Spannung garantiert.

Vorbereitung & Qualifying – Kampf mit dem Audi

Die Tage vor dem Rennen waren intensiv. Ich haderte noch immer mit dem neuen Audi, vor allem der Start war eine echte Schwachstelle. Der Wagen kam einfach nicht richtig aus dem Quark – ein Problem, das im engen Feld schnell entscheidend werden kann.
Also hieß es: trainieren, trainieren, trainieren.
Mit entsprechendem Respekt ging ich ins Qualifying – und wurde belohnt. Eine starke Runde brachte mir die zweitbeste Zeit im gesamten Feld ein. Start aus der ersten Reihe. Genau das, was ich gebraucht habe.

Rennen 1 – Souveräner Auftakt

Der Start lief sauber, und ich konnte mich schnell auf mein Rennen konzentrieren. In meiner Klasse lief alles wie am Schnürchen: Am Ende stand ein souveräner Sieg mit 11 Sekunden Vorsprung auf meinen direkten Meisterschaftskonkurrenten.
Gesamtplatz 4 – ein perfekter Einstieg in den Abend.

Rennen 2 – Nerven aus Stahl

Von Startplatz 4 ging es ins zweite Rennen – und dieses hatte es in sich.
Wieder konnte ich meine Klasse gewinnen und erneut Platz 4 gesamt sichern, doch diesmal war es denkbar knapp. Mein Konkurrent blieb mir ständig im Nacken.
Als wäre das nicht genug, hatte ich gleich zweimal technische Probleme: Mein Spiel fror ein – einmal früh im Rennens und einmal in der letzten entscheidenden Runde. In beiden Momenten fuhr mein Auto einfach geradeaus weiter.
Reflexartig die Windows-Taste gedrückt, zurück ins Spiel – weiterkämpfen.
Es war unglaublich knapp, aber ich konnte meine Position halten. Ein Rennen, das mir definitiv Nerven gekostet hat.

Rennen 3 – Alles oder nichts

Das finale Rennen startete ich durch das Reverse Grid von Platz 7. Die Ausgangslage:
Ich hatte 18 Punkte Vorsprung.
Der Sieger bekommt 25 Punkte.
Ein Ausfall oder ein zu schlechtes Ergebnis – und der Titel wäre weg.

Fehler waren keine Option.
Das Rennen entwickelte sich zu einem echten Überlebenskampf. Mehrfach wurde ich von anderen Fahrern touchiert, doch ich konnte das Auto jedes Mal auf der Strecke halten. In einer Safety-Car-Phase passierten im hinteren Feld wohl zahlreiche Unfälle – mitbekommen habe ich davon nichts. Mein Fokus war zu 100 % auf meinem eigenen Rennen.
Am Ende überquerte ich die Ziellinie als 3. in der AM-Klasse und 7. gesamt – und vor allem: vor meinem direkten Konkurrenten.

Meistertitel! 🏆

Damit war es geschafft.
Ich bin ASRC Clubsportmeister 2026 in der AM-Klasse.
Ein unglaubliches Gefühl nach einer so intensiven Saison.

Besonders gefreut habe ich mich auch für meinen Teamkollegen Lukas Steiner, der das dritte Rennen in der AM-Klasse gewinnen konnte und gesamt auf Platz 3 landete. In der Meisterschaft sicherte er sich ebenfalls einen starken dritten Platz.
Ein perfekter Abschluss für uns als Team.

Wer sich die Wiederholung ansehen will:
hier kommt ihr zum Rennen am Nürburgring.

Danke für diese Saison

Was bleibt, ist eine „geile“ Simracing-Saison voller Spannung, Herausforderungen und Emotionen.
Ein großes Dankeschön geht an den ADAC, der diese Serie möglich macht und uns Fahrern die Chance gibt, uns online auf diesem Niveau zu messen.
Jetzt heißt es erst mal: feiern, durchatmen – und dann schauen, was als Nächstes kommt!

 ADAC Clubsport Serie - Circuito de Navarra (iRacing) 

1x 7., 1x 4., 1x 19.

ADAC EventClubsportserie im spanischen Navarra - erneut eine Katastrophe
 

Das nächste Rennevent führte mich auf den Circuito de Navarra – und schon im Vorfeld war klar: Dieses Event würde alles andere als gewöhnlich werden.

Nur zwei Tage vor dem Rennen veröffentlichte iRacing einen umfangreichen Patch, der die Fahrzeuge grundlegend überarbeitete. Für mich und die anderen Audi-Piloten hatte das besonders große Auswirkungen, denn „unser“ Audi war plötzlich nicht mehr im Feld vertreten. Stattdessen musste ich auf ein komplett anderes Modell wechseln. Das bedeutete nicht nur, dass die Lackierung kurzfristig neu gestaltet werden musste – auch das Fahrverhalten hatte sich drastisch verändert. Während der Audi zuvor vor allem auf den Geraden seine Stärke hatte, fehlte es dem neuen Fahrzeug genau dort spürbar an Geschwindigkeit. Besonders beim Start wurde das zum echten Nachteil.

Trotz dieser alles andere als idealen Voraussetzungen konnte ich im Qualifying eine starke Leistung abrufen: Gesamtplatz 4 und Rang 2 in der AM-Klasse. Eine gute Ausgangsposition, die Hoffnung auf ein solides Rennwochenende machte.

Doch im ersten Rennen folgte erneut die Ernüchterung. Wie schon beim Event zuvor wurde ich von meinem direkten Meisterschaftskonkurrenten abgeschossen. Ich konnte das Rennen zwar fortsetzen, aber mehr als Platz 12 gesamt und Rang 7 in der AM-Klasse war am Ende nicht drin.

Im zweiten Rennen hieß es dann wieder: Kopf runter und kämpfen. Ich arbeitete mich Stück für Stück durch das Feld nach vorne und konnte mich bis auf Gesamtplatz 7 sowie Rang 4 in der AM-Wertung verbessern. Schadensbegrenzung gelungen – mehr war unter den Umständen kaum möglich.

Rennen 3 wurde erneut im Reverse-Grid-Format für die Top Ten gestartet. Doch genau hier zeigte sich die größte Schwäche meines neuen Fahrzeugs: der Start. Ich kam schlecht weg, verlor direkt einige Positionen und geriet anschließend in Zweikämpfe. Dabei wurde ich gleich von zwei Fahrzeugen angeschoben und schließlich von der Strecke gedreht. Mein Audi war dabei schwer beschädigt.

Trotzdem entschied ich mich, nicht direkt in die Box zu fahren. Mein Ziel war klar: Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Denn nur wer mindestens 75 Prozent der Renndistanz absolviert, wird gewertet. Mit jedem Meter hoffte ich, es irgendwie zu schaffen. Doch kurz vor Rennende kam dann die "Spiegelei-Flagge" (schwarze Flagge mit orangefarbenen Kreis)– ein Zwangsboxenstopp zur Fahrzeugreparatur. Damit war auch der letzte Versuch, noch ein halbwegs ordentliches Ergebnis zu retten, dahin. Am Ende blieb Platz 27 gesamt und Rang 19 in meiner Klasse.

Ein Rennevent zum Vergessen – und dennoch gibt es einen kleinen Lichtblick: Ich führe die AM-Klasse weiterhin an. Nach diesem Event beträgt mein Vorsprung genau 10 Punkte.
Alles entscheidet sich nun beim letzten Rennevent der Clubsportserie am Nürburgring. Ich hoffe, dort noch einmal ein sauberes Rennen zeigen zu können und mir den Meistertitel in der AM-Klasse 2026 zu sichern.

Ich freue mich über jeden, der auf YouTube eingeschaltet, das Rennen live verfolgt und mir die Daumen gedrückt hat bzw. die
Wiederholung ansieht und mit mir mitfiebert.

 ADAC Clubsport Serie - Oran Park (iRacing) 

1x DNC, 1x 5., 1x 3.

ADAC EventClubsportserie auf dem Oran Park Raceway: Simracing Frustration pur
 

Das Rennevent auf dem Oran Park Raceway stand für mich von Anfang an unter keinem besonders guten Stern. Die Strecke lag mir nicht wirklich – ein Gefühl, das sich bereits in der Trainingsphase abgezeichnet hatte. Entsprechend ernüchternd verlief auch das Qualifying: Mit Gesamtplatz 8 und Rang 4 in meiner AM-Klasse ging ich ins Rennen. Keine ideale Ausgangslage, aber dennoch eine, aus der sich etwas machen ließ.

Der Start ins 1. Rennen verlief zunächst vielversprechend. Ich konnte von einem schwachen Start des Pole Setters profitieren und einige Positionen gutmachen. Doch die Euphorie hielt nicht lange: Bereits in der ersten Runde wurde ich von meinem direkten Meisterschaftskonkurrenten von hinten getroffen und gedreht. Was folgte, war pures Chaos – mehrere Fahrzeuge konnten nicht mehr ausweichen und krachten in mich hinein. Damit war mein erstes Rennen praktisch beendet, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Durch die lange Boxenstopp-Zeit schaffte ich keine 75 % des Rennens und wurde als DNC gewertet, was 0 Punkte bedeutete.

Das Bitterste daran: Das Ergebnis von Rennen 1 bestimmt die Startaufstellung für Rennen 2. So fand ich mich plötzlich auf Startplatz 29 wieder – eine echte Mammutaufgabe. Doch Aufgeben kam nicht infrage. Ich kämpfte mich durch das Feld, überholte, wo es ging, und versuchte, zumindest noch Schadensbegrenzung zu betreiben. Nach 20 Minuten intensiver, schweißtreibender Fahrt konnte ich mich bis auf Gesamtplatz 9 und Rang 5 in der AM-Klasse nach vorne arbeiten. Ein kleiner Erfolg unter schwierigen Umständen.

Für das dritte Rennen bedeutete das Reverse-Grid-Format für die Top Ten eine große Chance: Startplatz 2. Diesmal erwischte ich einen perfekten Start und konnte den Führenden direkt überholen. In den ersten Rennminuten kontrollierte ich das Geschehen souverän von der Spitze aus – bis das Safety Car auf die Strecke kam.
Nach der Neutralisation lag es an mir, das Tempo beim Restart vorzugeben. Ich hielt mich an die Regeln und wollte erst auf Start-Ziel beschleunigen. Doch meine Konkurrenten sahen das offenbar anders: Noch vor der Linie wurde ich überholt – ein klarer Regelverstoß, der jedoch ungeahndet blieb. Trotz dieses Rückschlags kämpfte ich mich erneut nach vorne und lag zwischenzeitlich wieder auf Gesamtplatz 3.

Doch das Pech blieb mir treu. Wieder wurde ich von hinten angeschoben und verlor wichtige Positionen. Als wäre das nicht genug, wurde mein Teamkollege vom Simulator plötzlich aus dem Rennen geworfen. Und als Krönung erhielt ich für eine Situation, in der ich selbst das Opfer war, auch noch eine 5-Sekunden-Strafe. Diese kostete mich letztlich den zweiten Platz in meiner Klasse.

Am Ende blieb in Rennen 3 ein dritter Platz in der AM-Wertung und Rang 5 im Gesamtklassement. Angesichts der Umstände ein Ergebnis, mit dem ich das Maximum herausgeholt habe – auch wenn ein bitterer Beigeschmack bleibt. Es ist frustrierend zu sehen, dass regelkonformes Verhalten nicht immer belohnt wird. Mein schöner Meisterschaftsvorsprung schmolz von 40 auf gerade noch 4 Punkte!

Dennoch: Aufgeben ist keine Option. Der Blick geht nach vorne mit der Hoffnung, dass es auf dem
Circuito de Navarra besser laufen wird.

Wer das Rennevent noch einmal sehen will:
Hier ist der Livestream auf YouTube - schaut rein und macht euch euer eigenes Bild von den Rennen.

 ADAC Clubsport Serie - Snetterton (iRacing) 

2x 1. und 1x 2. Platz

ADAC EventClubsportserie in Snetterton: Drei Rennen, viel Drama – und trotzdem ein starkes Ergebnis 💪

Donnerstagabend stand wieder die
ADAC SimRacing Clubsport Serie auf dem Plan – diesmal Event 3 in Snetterton. Auf dem Papier „nur“ drei Rennen, in der Realität aber ein Abend, der von Tempo, Taktik und einem ordentlichen Schuss Chaos geprägt war: wie jedes Mal 2× 20 Minuten und zum Abschluss 1× 30 Minuten – genug Zeit, damit sich Geschichten entwickeln.

Schon im Training am Tag davor war klar:
Mein Teamkollege Lukas hatte in Snetterton erstmal die Nase vorn. Er wirkte einfach einen Tick sicherer – besonders in den Passagen, wo man leicht Zeit liegen lassen kann, wenn man nicht absolut sauber trifft. Für mich hieß das: Daten anschauen, Linien vergleichen, Ruhe bewahren – und dann im richtigen Moment liefern.

Und genau das hat im Qualifying funktioniert:
P1 in meiner AM-Klasse und P5 im Gesamtklassement (inklusive Pro-Klasse). Snetterton ist so eine Strecke, auf der eine gute Quali-Runde Gold wert ist – weil du dir damit nicht nur Luft verschaffst, sondern auch weniger in unnötige Zweikämpfe verwickelt wirst.

Rennen 1 lief für mich richtig gut. Ich konnte meine AM-Klasse gewinnen, wurde 4. gesamt – und das Beste: Ich konnte mit den Zeiten der Pros mithalten. Das fühlt sich immer besonders an, weil man merkt: Heute passt’s. Auto, Rhythmus, Entscheidungen – alles greift ineinander.

Die Platzierung aus Rennen 1 bestimmt direkt den Startplatz für Rennen 2. Und auch da blieb’s stabil:
erneut Klassensieg, P5 gesamt. Nicht spektakulär-chaotisch, sondern genau die Art Rennen, die in einer Serie Punkte und Selbstvertrauen bringen: sauber, konstant, kontrolliert.

Dann kam
Rennen 3 – mit der Reverse-Grid-Regel für die Top Ten: Hieß für mich: Start von Platz 6.
Und gleich in Runde 1 wurde es unangenehm: Ein
Pro-Fahrer hatte einen leichten Crash mit mir – nicht mega heftig, aber genug, um meinen Reifen zu schrotten. Ab da war klar: Ein Boxenstopp hätte mich komplett aus allem rausgerissen. Also: Zähne zusammenbeißen und mit beschädigtem Reifen durchfahren.
Als ob das nicht reichen würde, kam gegen Ende noch ein zusätzlicher Nervenkitzel:
Mein Spiel hing sekundenlang im Standbildschirm fest. Ich kam dadurch kurz von der Strecke ab, verlor Momentum – und plötzlich war da nicht nur Rückstand nach vorne, sondern auch beinahe noch eine Überholung von hinten im Raum. Zum Glück konnte ich das Auto wieder fangen und ins Ziel bringen.
Trotz all dem:
P2 in meiner AM-Klasse, direkt hinter meinem Teamkollegen vom Fire Racing Team – und gesamt wurde ich in Rennen 3 sogar Dritter. Ein Ergebnis, das sich nach dem Reifenschaden und dem Freeze fast wie ein kleiner Sieg anfühlt.

Wer das Rennen (und das ganze Chaos) noch einmal sehen will:
Hier ist der Livestream auf YouTube – es lohnt sich, da steckt einiges drin:

Weiter geht’s schon
am 5. März auf dem Oran Park Raceway. Ich würde mich freuen, wenn viele einschalten und zusehen – je mehr Leute live dabei sind, desto mehr Spaß macht es.

 ADAC Clubsport Serie - Okayama (iRacing) 

1x 3. und 2x 1. Platz

Achterbahn der Gefühle in Okayama 🏁🔥

Mein zweites Rennen in der Clubsportserie ADAC ist Geschichte – und was für eine. Gefahren wurde auf dem technisch anspruchsvollen Okayama International Circuit, wieder mit drei Rennen: zweimal 20 Minuten, zum Abschluss ein 30-Minuten-Lauf. Ich trete in der AM-Klasse an – und dieses Event hatte wirklich alles zu bieten.

Schon im Qualifying lief es richtig gut. Ich konnte die schnellsten Zeiten meiner AM-Klasse setzen und mich im Gesamtklassement, also inklusive der Pro-Fahrer, auf Platz 5 qualifizieren. Ein starkes Zeichen und eine perfekte Ausgangslage für die Rennen.

Der Start ins erste Rennen verlief aber leider alles andere als optimal. Bereits in der ersten Runde kam es zu einer Berührung mit meinem Teamkollegen – ich drehte mich und fand mich weit abgeschlagen am Ende des Feldes wieder. Aufgeben war aber keine Option. Ich pushte Runde um Runde, ging Risiken ein und lieferte mir harte Zweikämpfe. Nach 20 intensiven Minuten überquerte ich die Ziellinie als 3. in der AM-Klasse und 8. im Gesamtfeld. Schadensbegrenzung – aber mit einem kleinen Erfolgserlebnis.

Durch das Ergebnis aus Rennen 1 startete ich das zweite Rennen von Platz 8. Diesmal lief alles deutlich sauberer. Mit konstant guten Zeiten und fairen Manövern arbeitete ich mich Stück für Stück nach vorne. Am Ende stand der 1. Platz in der AM-Klasse und Platz 6 gesamt zu Buche – eher das Resultat, das ich mir erhofft hatte.

Rennen 3 hieß für mich: vom Jäger zum Gejagten: denn für das dritte Rennen wurde – wie gewohnt – die Startreihenfolge der Top 10 gedreht. Das bedeutete für mich Startplatz 5. Vor mir: ausschließlich AM-Fahrer. Hinter mir: die Pro-Fahrer, hungrig darauf, sich wieder nach vorne zu kämpfen. 
Die erste Rennhälfte war purer Kampf. Überholen, verteidigen, Chancen nutzen – alles mit maximaler Konzentration. Als ich schließlich nach der Hälfte des Rennens die Führung übernommen hatte, wartete ich innerlich schon auf den Angriff der Pros von hinten. Doch durch zahlreiche Zweikämpfe und Zwischenfälle hinter mir – von denen ich erst nach dem Rennen erfuhr – taten sich die Pro-Fahrer schwer.
Als Mikka Buck, der stärkste Pro in diesem Lauf, schließlich auf Platz 2 lag, hieß es für mich: Ruhe bewahren, Zeiten halten. Runde für Runde verteidigte ich meinen Vorsprung und damit die Führung. In den letzten Minuten konnte ich sogar etwas Tempo herausnehmen, um kein unnötiges Risiko mehr einzugehen.

Dann die Zielflagge  🏁

P1. Gesamtsieg. 🏆 

Ein absolutes Spitzengefühl.

Nach diesem Event führe ich die Meisterschaft in der AM-Klasse an – ein riesiger Motivationsschub. Das nächste Renn-Event findet am 12.02.2026 in Snetterton statt und wird erneut live auf YouTube übertragen.

Die Rennen in Okayama könnt ihr euch
hier noch einmal anschauen.  
Den Rennkalender und die Meisterschaftsstände kann man beim ADAC einsehen.


Danke an alle fürs Zuschauen, Mitfiebern und Unterstützen – wir sehen uns in Snetterton!

 ADAC Clubsport Serie - Oschersleben (iRacing) 

2x 1. und 1x 4. Platz

Da aktuell saisonbedingt keine Kartrennen anstehen, habe ich mich dazu entschlossen, bei der ADAC Simracing Clubserie auf iRacing an den Start zu gehen. Am 15.01.2026 fand das erste Event auf der Strecke in Oschersleben statt – und die Vorfreude war entsprechend groß. iRacing betreibe ich noch nicht besonders lange: Erst zehn Tage vor dem Event habe ich meinen Audi gekauft und gemeinsam mit meinem Teamkollegen Lukas Steiner zunächst viel Zeit und Herzblut in die Gestaltung der Lackierung gesteckt. Danach ging es direkt ins Training auf die für uns komplett neue Strecke. Auch ein TCR-Fahrzeug war für mich absolutes Neuland, doch ich fand erstaunlich schnell ein gutes Gefühl dafür. 

Leider konnten wir beide am Pre-Event nicht teilnehmen, sodass wir ohne  wirkliche Einschätzung der Konkurrenz ins erste Rennen gingen. Entsprechend spannend und nervenaufreibend war der Start ins Event. Die drei Rennen mit zweimal 20 Minuten und einmal 30 Minuten verliefen für mich jedoch besser, als ich es mir erhofft hatte. In der AM-Wertung konnte ich zweimal ganz oben auf dem Podium stehen und einmal einen starken 4. Platz einfahren. Auch im Gesamtfeld lief es hervorragend mit den Plätzen 4, 8 und sogar einem sensationellen 3. Platz. In der Meisterschaft stehe ich damit aktuell auf Platz 2.

Das Event hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und einmal mehr gezeigt, wie viel Leidenschaft und Emotion auch im Simracing steckt. Umso größer ist jetzt die Vorfreude auf das nächste Rennen in Okayama am 29.01.2026. Schaltet unbedingt ein – der ADAC überträgt die Rennen live auf YouTube. Das Rennen in Oschersleben findet ihr hier. Den Rennkalender und die Meisterschaftsstände kann man beim ADAC einsehen. 🏎️🏁

 GTC-Finale in Liedolsheim 

Intensiver Abschluss einer erfolgreichen Saison

Das letzte Rennwochenende der Saison ist immer etwas Besonderes. Einerseits freut man sich auf das große Finale, auf den Abschluss einer langen, intensiven Saison – andererseits weiß man genau, dass danach erst einmal eine kleine Leere bleibt. So ging es auch mir, als ich am 10. Oktober zum GTC-Finale nach Liedolsheim aufgebrochen bin.

Am Freitag wurde mehr als sonst üblich am Einsatzkart gearbeitet. Ich drehte zwar meine Runden mit dem Trainingskart, um die Streckenführung zu verinnerlichen, aber wusste, dass es sich mit unserem Einsatzkart anders anfühlen würde. Aber gegen Ende des Trainingstags war es mir dann doch noch möglich, ein paar Runden unter realen Bedingungen zu fahren.

Schon das
Qualifying zeigte, dass es diesmal schwer werden würde. Mein Teamkollege konnte unser Kart auf Startplatz 16 stellen – sicher nicht das, was wir uns erhofft hatten. Aber genau das ist ja der Reiz an Langstreckenrennen: selbst aus einer schwierigen Ausgangsposition das Beste zu machen. Für mich als Startfahrer stand fest: Jetzt heißt es angreifen.
Das erste Teilrennen über
sieben Stunden war ein ständiges Auf und Ab. Wir hatten Phasen, in denen wir richtig gut unterwegs waren und Plätze gutmachen konnten – und dann wieder Momente, in denen uns Pech, Verkehr oder unglückliche Wechsel vor einer Pace Kart Phase etwas zurückgeworfen haben. Bis zum Ende des Samstagsrennens hatten wir immerhin alle „Heavy-Turns“ hinter uns gebracht, aber lagen trotzdem noch außerhalb der Top Ten.
Ich durfte am Sonntagmorgen auch den
Start in das zweite Teilrennen übernehmen, was mich sehr gefreut hat. Noch einmal dieses Gefühl, am Start zu stehen, das Adrenalin zu spüren und zu wissen: jetzt geht’s um alles. Wir kämpften hart, fuhren konstant und gaben einfach nicht auf – auch wenn es an diesem Tag wieder nicht so lief, wie wir uns das vorgenommen hatten.
Am Ende der 12 Stunden stand ein
8. Platz in unserer Klasse zu Buche. Kein Glanzresultat, aber ein ehrliches. In der Gesamtwertung der Saison 2025 bedeutete das den 10. Platz von insgesamt 32 Teams – eine Platzierung, auf die wir als Team durchaus stolz sein können. Was ich gehört habe, war das die beste Saison-Platzierung der letzten Jahre.

Wenn ich auf die Saison zurückblicke, sehe ich nicht nur Zahlen und Platzierungen. Ich sehe ein Team, das immer zusammengehalten hat, das gekämpft hat, auch wenn es mal schwierig wurde. Ich sehe lange Boxennächte, Schweiß, Freude, unzählige Runden und das gemeinsame Ziel, einfach immer ein Stück besser zu werden. 
 

Ich bin unglaublich dankbar, Teil dieses Teams zu sein. Danke an meine 🦝 Teamkollegen von Racoon Racing, unsere Mechaniker und Helfer, Freunde und Unterstützer – ohne euch wäre das alles nicht möglich. 🙏 

Jetzt heißt es: kurz durchschnaufen, Energie tanken – und dann mit neuem Fokus in die Vorbereitung auf
2026 starten. Denn eines ist sicher: Wir kommen wieder. Und wir kommen stärker zurück. 💪 

Unwetter, Ehrgeiz und ein spannender Zweikampf

 12h-GTC-Rennen in Oppenrod

Vergangenes Wochenende war es endlich wieder so weit: GTC-Rennwochenende! 12 Stunden Racing stand auf dem Programm – aufgeteilt in zwei eigenständige Rennen: 7 Stunden am Samstag, 5 Stunden am Sonntag.
Unser Racoon Racing Team war schon seit Donnerstag vor Ort und hatte fleißig trainiert. Das Setup fürs Kart war also fertig, als ich am Freitag endlich dazustoßen konnte. Aber ich bekam die Ehre, den Motortest für unser Einsatzkart zu übernehmen – ein schöner Start ins Rennwochenende! Das Wetter war ein reines Überraschungspaket: Sonne, Regen, alles im Wechsel. Zum Glück hatte ich genügend Zeit, die Ideallinie zu finden.
In der Nacht auf Samstag öffnete der Himmel dann richtig die Schleusen. 
Das Qualifying am Samstagvormittag lief zunächst gar nicht so schlecht – bis eine defekte Bremsleitung uns ausbremste. Während wir reparierten, trocknete die Strecke immer mehr ab und die Konkurrenz konnte ihre Zeiten noch verbessern. Ergebnis: Startplatz 19. Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen – wir wollten uns nach vorne kämpfen. Und das taten wir auch! Schon in den ersten zwei Stunden schoben wir uns in die Top Ten. Ich übernahm die dritte Stunde und hatte die Mission, uns in die Top Five zu bringen. Mit viel Einsatz gelang mir das – was für ein Gefühl! Leider hatten wir bei den letzten Fahrerwechseln Pech: zwei Mal schloss die Box direkt vor uns wegen Pace Kart Phasen und wir verloren wertvolle Plätze. Am Ende des Samstags lagen wir dennoch zufrieden auf Platz 6 in unserer Klasse (P7 gesamt).

Am Sonntag wartete gleich die nächste böse Überraschung: Der nächtliche Sturm hatte unser Teamzelt teilweise zerlegt. Also war erst mal Aufräumen angesagt. Im Quali lief es besser als am Vortag, wir starteten von P14.
Direkt zu Beginn zogen wir unseren „Heavy-Stint“ mit insgesamt 190 kg durch – mutig, aber riskant. Gegen die leichteren Gegner verloren wir zunächst einige Plätze. Meine Aufgabe dann: uns zurück in die Top Ten bringen. Klingt einfach, war es aber nicht. Ich lieferte mir über 20 Runden lang ein packendes Duell um Platz 10. Jeder Zentimeter wurde hart umkämpft, bis ich mich schließlich durchsetzen konnte. Danach hieß es: pushen, pushen, pushen! Nach fünf Stunden Renn-Action wurden wir am Ende mit P7 in unserer Klasse abgewunken.

Trotz Regen, Pech und Zeltchaos war es wieder ein geniales Wochenende. Die GTC lebte ihr Motto „Willkommen bei Freunden“ wirklich – es war toll, bekannte Gesichter zu sehen und gegeneinander um jedes Zehntel zu kämpfen.

Jetzt heißt es kurz durchschnaufen, bevor es Mitte Oktober zum Saisonfinale nach Liedolsheim geht. Außerdem warten noch der südbayerische Endlauf im 270er Kartslalom, das letzte Schwabenpokal-Rennen in Memmingen, Wettkämpfe im Schützenverein und eine Schulung bei der Feuerwehr auf mich. Langweilig wird es mir also definitiv nicht!

12h Höhen, Tiefen & Adrenalin

GTC-Rennen im tschechischen Cheb

Endlich wieder Renntage! Dazu ein "richtiges" 12 Stunden Rennen, da es dieses Mal keine Unterbrechung mittags oder über Nacht gab.

Schon am Freitag war die Spannung im Team zu spüren. Der Trainingstag stand ganz im Zeichen des Feintunings – wir schraubten, probierten, diskutierten. Das Kart fühlte sich stark an, die Strecke hatte ihre Eigenarten, aber gerade diese Herausforderung spornte uns an. Doch dann am Abend der Dämpfer – die Rennleitung entschied nach Trainingsende, die Strecke nicht in voller Länge zu fahren. Damit war unser Setup ein wenig relativiert – ein Rückschlag, den wir erstmal verdauen mussten.

Am Samstag dann das Qualifying: Platz 8, und damit im Top-Ten-Shootout! Das puschte uns, und mit P7 holten wir eine solide Ausgangslage fürs Rennen. Kaum war das Rennen gestartet, kam kurz darauf der Regen. Chaos pur, viele flogen ab. Wir entschieden uns dennoch gegen Regenreifen, da es nicht lange nass bleiben sollte – goldrichtig. Auch unsere Entscheidung, bei der nassen Witterung gleich unsere 190er Stints zu absolvieren, schien passend zu sein. Einen von diesen Heavy-Stints durfte ich übernehmen. Natürlich war ich etwas aufgeregt, da wir am Freitag eine andere Streckenführung trainiert hatten und mir daher nicht klar war, was mich in der ersten Runde im hinteren abgekürzten Bereich der Strecke erwarten würde. Aber auch diese Herausforderung konnte ich meistern.
Die 12 Stunden vergingen wie im Flug. Jede Runde, jeder Boxenstopp, jede Funkmeldung – man war im Tunnel und doch so lebendig wie selten. Unsere Boxenstopps waren on point, das Zusammenspiel im Team perfekt. Und trotzdem spürten wir: auf der Strecke fehlte uns einfach ein bisschen Speed. Die gekürzte Streckenführung nahm uns die Stärke in den Kurven, auf die wir gesetzt hatten.

Abends brach auch noch ein Teil der Streckeneinfassung und die Rennleitung beschloss, dort zur Sicherheit Pylonen aufzustellen. Natürlich wurden diese ständig von den vorbeifahrenden Karts zur Seite bugsiert, was zu Gelbphasen und erneutem Aufstellen führte. Diese ständigen gelben Flaggen nervten in meinem sonst konstanten Fahren in die Nacht hinein. Nun hätte das Rennen gerne noch länger dauern können, denn langsam konnten wir die Pace der anderen Teams wieder mitgehen. Am Ende standen wir nach 12 Stunden harter Arbeit als 9. im Gesamtfeld und als 7. in unserer Klasse da. Natürlich hätten wir uns eine bessere Platzierung gewünscht – wer will das nicht? – aber unterm Strich bleibt ein großartiges Rennen mit vielen Emotionen, tollen Zweikämpfen und dem Gefühl, alles gegeben zu haben.

Cheb hat uns alles abverlangt – und genau deshalb lieben wir diesen Sport. In einem Monat geht es in Oppenrod weiter. Ich freue mich darauf.

W O W - Rennwochenende 2. Teil

Wackersdorf - Ohlstadt - Wackersdorf 

Der südbayerische Endlauf

Von dem GTC-Rennen in Wackersdorf habe ich euch bereits berichtet. Nun folgt noch mein Rennbericht vom südbayerischen Endlauf in Ohlstadt:

Dank der guten Ergebnisse bei den fünf südbayerischen Vorläufen konnte ich mich für diesen Endlauf qualifizieren. Nur die besten Fahrer Südbayerns wurden vom ADAC eingeladen, um sich miteinander zu messen. Mit meinem Heimatverein MAC Königsbrunn trainierte ich unter der Woche fleißig, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Dennoch war es eine Herausforderung, denn am Freitag trainierte ich mit dem GTC-Kart, das ein komplett anderes Fahrverhalten an den Tag legt wie ein Elektro-Slalomkart.

Samstags war ein etwas längerer Parcours gestellt. Beide Wertungsläufe absolvierte ich fehlerfrei, aber meine Zeiten kamen an die Schnellsten nicht heran. Mit dem 9. Platz als Zwischenergebnis düste ich nach Wackersdorf zurück, um rechtzeitig zum Start des Bavarian 24h vor Ort zu sein.

Sonntagfrüh nach wenig Schlaf und mit dem Renngefühl eines GTC-Boliden in den Armen erwartete ich mir keine großartige Verbesserung, auch wenn ich mir natürlich wünschte, meine Platzierung noch zu verbessern. Wichtig war mir aber auch, fehlerfrei zu bleiben, da eine geworfene Pylone mich aus der Top Ten katapultiert hätte. Der heutige Kurs war kürzer, aber nicht weniger anspruchsvoll. Ich gab mein Bestes und konnte mich noch einen Platz nach vorne schieben. Und auch wenn ich gerne auf das Podest gefahren wäre, bin ich - insbesondere bei der besonderen Konstellation an diesem Wochenende - mit dem 8. Platz unter den besten südbayerischen Fahrern zufrieden.

W O W - Rennwochenende 1. Teil

Wackersdorf - Ohlstadt - Wackersdorf 

Bavarian 24h - GTC-Rennen

Ja, ich bin nicht kartbegeistert, sondern absolut kartverrückt. Das vergangene Wochenende hat eben dieses für jedermann, sogar für mich, klar gemacht. Aber wisst ihr was?
Das ist vollkommen in Ordnung so.

Was los war? Ganz einfach:
Letztes Wochenende fanden zwei für mich sehr wichtige Rennen statt.
Das eine in Wackersdorf, das legendäre Bavarian 24h, ein 24 Stunden andauerndes GTC-Rennen. Das zu versäumen, das geht einfach nicht. 2 Stunden Stints am Stück, eine geile Strecke und das mit dem coolsten Team - da musste ich auf jeden Fall hin.
Und gleichzeitig: der südbayerische Kartslalom-Endlauf in Ohlstadt, für den ich mich die ganze Saison über angestrengt habe, um mich über die Vorläufe zu qualifizieren. Das abzusagen - ein absolutes No-Go.

Also habe ich beides absolviert und zwischen den beiden Austragungsstätten an einem Wochenende mal knapp 1.000 km zurückgelegt. Aber es hat sich gelohnt.

Freitag ganz früh morgens machte ich mich auf den Weg nach Wackersdorf. Dort trainierte ich mit unserem Kart ausgiebig, um für das GTC Rennen gut gewappnet zu sein. Das Kart fühlte sich auf der 1.222 Meter langen kurvenreichen Strecke gut an und ich freute mich trotz der bereits am Freitag anstrengenden Hitze auf das Rennwochenende.

Samstags nach dem 1. Slalomrennen in Ohlstadt kehrte ich zu den Racoons nach Wackersdorf zurück. Ich hatte das Qualifying im Livetiming verfolgt und mir war klar, dass die Stimmung im Team angespannt sein würde. Der 18. Startplatz war auch wirklich nicht optimal. Kleine Veränderungen am Kart hatten die Performance eher verschlechtert als verbessert. Um 14 Uhr war Rennstart und mein Kollege hatte nur ein Ziel: nach vorne. Nach zwei Stunden durfte ich die #69 übernehmen und auch ich wollte Plätze gutmachen. Das Kart verhielt sich leider immer noch nicht so gut wie am Vortag, ich kämpfte mit dem Fahrverhalten und der fehlenden Geschwindigkeit. Dann blieb ein Konkurrent mit seinem Gefährt liegen und das Feld staute sich hinter dem Pace Kart zusammen. Ich freute mich auf die Sprintwertung und plante meine Überholmanöver. Doch einem jungen Fahrer eines Konkurrenzteams hatte wohl die Sonne zu stark auf den Helm gebrannt. Er machte meine Mühe in einer 180-Grad-Kurve zunichte, als er mir innen in der Kurve hineinstach, mein Kart nach oben und über das Team #55 hinüber hebelte. Der Aufprall beschädigte das Kart #55 so sehr, dass dieser später abstellen musste. Ich hatte das Glück, "nur" im Grün gelandet zu sein, hatte die eroberten Plätze wieder verloren und mein Rücken schmerzte ziemlich. Was ich unter meinem Helm alles über diesen Bruchpiloten von mir gab kann man sich denken. Auch im Teamzelt ging es rund, insbesondere, da der Verursacher ein unerfahrener Fahrer war und sein Team im späteren Verlauf noch in andere Crashs verwickelt war. Die Rennleitung hörte mich zu dem Vorfall an, letztlich erhielt das schuldige Team eine Stop&Go Strafe. Ein schwacher Trost für die Ausgeschiedenen der #55, deren investierte Zeit, Anfahrt und Renngebühr durch die unnötige Aktion vernichtet wurde.

Zwei Stunden hatte ich Pause, dann durfte ich wieder ins Lenkrad greifen. Mittlerweile war es etwas kühler geworden und ich hoffte, dass sich unser Kart entsprechend besser verhalten würde. Doch schon während der ersten Stunde meines Stints bemerkte ich einen schleichenden Plattfuss. Mein Team machte sich in der Box bereit und wir tauschten alle vier Reifen aus. Nun war ich als einziger mit frischen Reifen auf der Piste und ich kann sagen: unter meinem Helm hörte ich gar nicht mehr auf zu grinsen. Ich hatte soviel Spaß wie vermutlich noch nie auf einer Rennstrecke. Mit den neuen Reifen konnte ich die Pace aller auf der Strecke toppen und sogar am Führenden vorbeiziehen, um uns zurückzurunden. Natürlich wusste ich, dass wir diesen frühzeitigen Reifenwechsel würden büßen müssen, dass die Reifen damit früher als bei allen anderen einbrechen würden, aber dennoch war es einfach bombastisch, alle fast mühelos überholen zu können. Bis auf den 10. Platz konnte ich uns zurückrunden, ehe meine Fahrzeit beendet war und ich wieder am ein Teammitglied übergeben musste.

Die Nacht lief für uns dann leider weniger gut. Eine weitere Kollision und zwei angebliche Verstöße gegen das Speedlimit in der Boxengasse brachten uns Strafen ein, die uns wieder zurückwarfen. Doch die Waschbären 
🦝 ließen sich nicht unterkriegen und gaben nicht auf. Im Livetiming und dem erstmals eingesetzten Livestream verfolgte ich auf meinem Weg nach Ohlstadt (zum 2. Kartslalomrennen) das GTC-Geschehen und fieberte bis zum Ende um 14 Uhr mit. Trotz all den Widrigkeiten, Crashs, Strafen und schleichendem Platten hatten wir es nicht nur in die Top Ten geschafft, sondern sogar den 8. Platz in der GTC erreicht. Eine Top Leistung vom ganzen Team, ihr seid einfach spitze!

Ich freue mich darauf, euch alle Mitte August in Cheb wiederzusehen und mit euch wieder die Rennstrecke aufmischen zu dürfen.

Hitzige Kämpfe

GTC-Rennen auf einer der schönsten Outdoorkartbahnen Deutschlands in Wittgenborn

Auf 1.038 m Länge erstreckt sich die kurvenreiche Kartbahn im Herzen des Vogelsbergs. Die vielen Kurven verlangen den Fahrern viel ab, sowohl psychisch als auch physisch. Dennoch ist der Vogelsbergring für mich eine meiner Lieblingsstrecken in der GTC. Entsprechend freute ich mich auf das Wochenende im hessischen Wittgenborn. Und da ein paar "Waschbären" im Racoon-Racing-Team krankheitsbedingt ausfielen, war klar, dass ich bei diesem 12-Stunden-Rennen öfter als sonst ins Lenkrad greifen würde. Schließlich standen uns samstags für den 1. Teil des Rennens (7 Std.) nur drei Fahrer zur Verfügung.

Am Freitag trainierten wir ausgiebig bei angenehmen 26 Grad. Das Setup und die Einstellungen unseres Karts waren wieder optimal für mich und ich lenkte die #69 geschmeidig durch die zahlreichen Kurven.

Es war klar, dass dieses Rennwochenende eine Hitzeschlacht werden würde. Daher ordnete die Rennleitung zur Sicherheit für die teilnehmenden Fahrer an, dass - entgegen der üblichen Regelung - schon nach 50 statt nach maximal 65 Minuten der Fahrer gewechselt werden musste. Und auch wenn mein Teamkollege aufgrund von Luftdruckproblemen am Samstagmorgen nur einen enttäuschenden 18. Platz im Qualifying holen konnte, machte er dies beim Start wieder wett und profitierte konzentriert von Fahrfehlern der Fahrer vor ihm. An den sich gegenseitig touchierenden Karts vorbei zirkelte er sich auf P10 nach vorne.
Bis ich nach seinen 50 Minuten Fahrzeit übernehmen durfte, zeigte das Thermometer bereits 36 Grad an. Da hierbei natürlich nur schnelles Fahren und damit verbundener Fahrtwind Erfrischung bringt, kämpfte ich mich um weitere 2 Positionen nach vorne. 50 Minuten Pause für ein kühles Tuch im Nacken und etwas Wasser, dann wieder eingepackt im Overall raus in die Sonne und konzentriert weiterfahren. Wir machten alles richtig, sowohl auf der Strecke als auch in Tankbox und Box und lagen eine Stunde vor dem Ende dieses Teilrennens auf Platz 4 von allen 28 angetretenen Teams. Da verließ einen Fahrer aus einer niedrigeren Klasse die Konzentration; er verlor die Kontrolle über sein Kart und schlug rückwärts in einen Reifenstapel ein. Bis er und sein Fahrzeug geborgen wurden, gab es eine Pacekart-Phase. Für den letzten Wechsel des Tages war es noch zu früh, daher blieb mein Teamkollege draußen.

Die erste Pacekart-Phase, eine schwierige Angelegenheit. Die Rennleitung kann in dieser, nach Behebung des Problems, eine eigenständige Sprintwertung freigeben. Hier gilt es dann, innerhalb von den wenigen freigegebenen Runden, eine gute Platzierung für Extra-Punkte herauszufahren. Entsprechend angespannt ist jeder Fahrer bei der ersten Pacekart-Phase in einem Rennen. Und auch nun, kurz vor Ende des ersten Renntages, stand eine solche Wertung an. Die gut platzierten Teams fieberten mit, die Rennleitung gab die Sprintwertung frei. Aufgrund neuer Informationen zum verunglückten Fahrer wurde aber gleichzeitig der Rennstart abgebrochen. Entsprechend gab es Chaos auf der Strecke. Volle Konzentration für den Rennstart, Durchdrücken des Gaspedals, Durchbeschleunigen, Realisierung des Abbruchs, direkte Bremsung... Der Fahrer vor meinem Teamkollegen stieg voll in die Eisen, er wich seitlich aus. Der Fahrer hinter ihm "verschlief" den Restart-Abbruch und schoss mit Vollgas in ihn hinein. Er drehte sich ins Grün und musste sich erst wieder in die Kolonne einreihen. Von 4 auf 9 in wenigen Sekunden. Dazu musste er feststellen, dass die Kollision unser Kart beschädigt hatte. Ich konnte nur kopfschüttelnd von der Box aus zusehen, wie unsere Traum-Platzierung zerplatzte.
Als dieses Teilrennen endete, kamen alle Karts in den Parc Fermé, keine Reparaturen möglich, und wir gingen frustriert in die Nachtruhe.


Der nächste Morgen startete nicht viel besser. Der Plan, dass ich den Re-Start übernehme, verwarten wir wieder. Der Regen zu Rennbeginn musste taktisch für die notwendige Heavy-Zeit (190 kg) genutzt werden. Beim Wechsel auf die Regenreifen tauschten wir noch schnell die defekte Spurstange aus, in der Hoffnung, nun wenigstens wieder den Speed der führenden Teams mitgehen zu können. Doch es lief einfach nicht mehr wie gewünscht. In der Heavy-Zeit verloren wir weitere Plätze, aber die Top Ten schien noch möglich. Als ich nach dem Wechsel auf unsere Trockenreifen vom Vortag übernehmen durfte, gab ich mein Bestes. Doch 20 Minuten vor Rennende bemerkte ich, dass das Kart vorne rechts auf der Strecke schliff. Ein schleichender Plattfuß, vermutlich durch die Kollission am Vortag, führte beim letzten Fahrerwechsel dieses Rennens dank dem nötigen Reifenwechsel zu einem längeren Boxenstopp. 

Was so gut anfing, uns sogar auf das Podium in der GTC-Klasse hoffen ließ, endete am Sonntag enttäuschend mit Platz 12 von 28. Wir haben alles gegeben, waren konzentriert und fehlerfrei auf und neben der Strecke. Es war bitter, dann durch die Fehler anderer so zurückgeworfen zu werden.



Als nächstes GTC-Rennen steht das legendäre Bavarian 24h in Wackersdorf Mitte Juli an. Ich freue mich schon riesig auf dieses Highlight.

Sportlerehrung

Landkreis Aichach-Friedberg ehrt die erfolgreichsten Sportler aus 2024


Bei der diesjährigen Sportlerehrung des Landkreises Aichach-Friedberg wurde mir die Ehrenmedaille des Landkreises in Gold mit Anstecknadel verliehen. Diese Auszeichnung erhielt ich für meine Teilnahme an den FIA Motorsportgames (Weltmeisterschaft des Motorsports) 2024 in Valencia und den 2. Platz in der GTC Juniortrophy 2024. 

Vielen Dank an die Veranstalter, insbesondere an Landrat Dr. Klaus Metzger und den Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann für die Ehrung und die Einladung zu der festlichen Verleihung. Ich habe mich sehr gefreut und diese Auszeichnung spornt mich an, weiterhin mein Bestes zu geben.

Sportliches Wochenende

GTC im Motodrom Belleben, Kartslalom in Falkenberg und Königsbrunn

Während andere den Feiertag 01.05.2025 für Ruhe und Erholung nutzten, rief die GTC seine Fahrer nach Belleben (Sachsen-Anhalt). Da am Freitagmorgen das Training startete, war der Feiertag für die Anreise verplant. Auf dem Weg zum GTC-Rennen besuchte ich noch einen Slalomkart-Kollegen bei seinem Heimrennen in Falkenberg (Oberpfalz) (denn was fällt einem sonst ein, wenn man ein durchgetaktetes und anstrengendes Wochenende vor sich hat) und belohnte mich mit dem 3. Platz 🥉. Dann ging es weiter an die Rennstrecke, wo wir von den Racoons 🦝 schon empfangen wurden. Nach einer kurzen Zeitabsprache für den nächsten Tag freute ich mich schon auf das Freitagstraining.

Meine Vorfreude bestätigte sich. Das Kart #69 lag super auf der Strecke und das Setup passte prima zu mir und meinem Fahrstil. So konnte ich am Freitagnachmittag sogar mit den Topteams mithalten.

Der Samstag begann mit einem erfolgreichen Qualifying, nach dem wir im ersten (drei Stunden dauernden) Rennen von P8 starten durften. Doch auch die anderen Teams hatten "ihre Hausaufgaben gemacht" und präsentierten sich willens- und leistungsstark. Die Kämpfe auf der Strecke gestalteten sich schwierig, wir fielen zwar nicht zurück, kamen aber auch nicht nach vorne. Als es am Ende meines Stints zu regnen begann und die Strecke immer rutschiger wurde, gab ich mein Bestes, um trotz Slicks das Kart zu beherrschen. In der 180-Grad-Kurve passierte es dann: der Fahrer vor mir wählte trotz Nässe die "Trockenlinie" und bremste entsprechend früher. Ich musste mich zwischen Kollision und Vollbremsung entscheiden und stieg in die Eisen. Mein Kart schlitterte und ich drehte mich ins Gras. So konnte der nächste Konkurrent an mir vorüberziehen und ich kämpfte mich zurück auf die Strecke. Nach dem Fahrerwechsel geschah an einer anderen scharfen Kurve meinem Teamkollegen das Gleiche; er entschied sich für das Beibehalten seiner Linie und touchierte den vor ihm Fahrenden leicht. So blieb er auf der Strecke auf seiner Position, doch leider erhielten wir für die Berührung eine Strafe und verloren 5 Plätze.

Das zweite Rennen am Samstag (4 Stunden) wurde als Heavytime (190 kg) gefahren. Mittlerweile regnete es durchgängig und wir hatten auf Regenreifen gewechselt. Als ich das Kart übernahm war ich enttäuscht, denn so gut das Trockensetup für mich gepasst hatte, so wenig kam ich mit dem Kart im Regen zurecht. Ich konnte keine richtige Geschwindigkeit aufbauen, war in Kurven zu verhalten, aber konnte immerhin im Gegensatz zu etlichen Konkurrenten das Kart auf der Strecke halten. Wir standen etliche Saftykart-Phasen durch und waren froh, als wir nach der Zielflagge um 18:30 Uhr abgewunken wurden.

Für mich hieß es nun einpacken, verabschieden und ab nach Hause. Am Sonntagsrennen (5 Stunden) konnte ich nicht teilnehmen, da ich früh morgens bereits bei der oberbayerischen Meisterschaft im Luftgewehrschießen in der Olympiahalle Hochbrück antreten durfte. Im Anschluss daran folgte der nächste Termin, denn mein Kartslalom-Heimatverein MAC Königsbrunn hatte an diesem Sonntag sein Heimrennen, einen südbayerischen Lauf.

Meine Racoon-Kollegen von der #69 hielten mich über Live-Videos auf dem Laufenden und verbunden mit dem Live-Timing konnte ich mitfiebern, bis unser Team am Sonntag (in Addition der drei Rennen) den 10. Platz in der GTC-Klasse geholt hatte.
Top Ten unter allen Teams, ein gutes Ergebnis.

Ich selbst fuhr am Sonntag beim südbayerischen Slalomrennen den 1. Platz
🥇 und damit wertvolle Punkte in der südbayerischen Qualifikation ein.

Viele Termine, viel Stress, aber auch schöne Erfolge. 

Mitte Juni 2025 steht das nächste 12-Stunden-Rennen der GTC auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn an. Die Zeit wird mir aber nicht langweilig werden, denn auch im 6,5 und 9 PS Kartslalom finden Rennen statt, in denen ich mir Punkte und Pokale holen möchte.

GTC-Testtag und Meisterehrung

Testmöglichkeit und Ehrung für 2024 im Motodrom Belleben

Am 05.04.2025 lud die GTC die Rennteams zum Testen ihrer Karts und ihrer Fahrer in das Motodrom in Belleben (Sachsen-Anhalt) ein. 

 Es war ein Tag voller Vorfreude und spannender Momente, denn ich freute mich sehr, meine Rennkollegen und die anderen Teams wiederzusehen. Es ist immer schön, die Gesichter hinter den Helmen zu treffen und sich auszutauschen – das gehört einfach dazu!

Unser Team von Racoon Racing setzte beim Testen wirklich gute Rundenzeiten. Das gibt uns allen viel Hoffnung auf ein erfolgreiches Rennen Anfang Mai, denn dieses wird ebenfalls im Motodrom Belleben stattfinden. Ich selbst konnte viele Runden trainieren und das Gefühl, wie das Adrenalin durch meine Adern pumpt, war wie immer einfach unbeschreiblich. Mein neues Team hat mich voll integriert und so genoss ich den ganzen Tag die entspannte Atmosphäre. Bei den "Waschbären" muss man sich einfach wohlfühlen!

Der Tag endete mit der Meisterehrung der GTC für die vergangene Saison 2024. Ich war stolz, zusammen mit meinem ehemaligen Teamkollegen für den zweiten Platz in der Junior Trophy ausgezeichnet zu werden. Der Pokal, den wir erhalten haben, ist wirklich schön und wird einen besonderen Platz in meinem Zimmer bekommen. 

Nach der Ehrung wurde mit der ganzen GTC Familie noch eine Weile gefeiert. Es war eine tolle Stimmung und wir haben die Erfolge gebührend gewürdigt.

Auf das Rennen in Belleben Anfang Mai und auf das nächste Wiedersehen mit all meinen Freunde in der GTC freue ich mich schon riesig. Es wird sicher ein unvergessliches und hoffentlich auch erfolgreiches Event! Bleibt dran, ich halte euch auf dem Laufenden! 

GTC Training in Oppenrod

1. Training mit Racoon Racing #69

Die Vorfreude auf den ersten GTC-Trainingstag war riesig und ich konnte es kaum erwarten, endlich wieder ins Renngeschehen einzutauchen. Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wetter war die Stimmung schon beim Eintreffen auf dem Gelände von Oppenrod einfach hervorragend. Der Duft von Benzin, der Klang der Motoren und die Vorfreude auf die Rennsession – alles zusammen ließ mein Herz als Kartfahrer höher schlagen. 

 
Da ich noch neu im Team von Racoon Racing bin, war es für mich spannend, die anderen Teammitglieder zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Auf der Kartbahn selbst lief alles großartig. Ich konnte an meiner Technik feilen und nach und nach immer schnellere Rundenzeiten erzielen. Der Austausch untereinander – auch wenn er zu Beginn noch etwas vorsichtig war – wurde zum Ende des Trainingstags deutlich intensiver. 
So viele Runden auf der Kartbahn - ich war gleichzeitig euphorisch und erschöpft.


Die positive Energie im neuen Rennteam stimmt mich optimistisch für die Saison 2025. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich mich auf die kommenden Trainings und Rennen mit den neuen GTC-Teamkollegen sehr freue.
 

Siegerehrungen für 2024

Schwabenpokal und ADAC Südbayern

Für die Saison 2024 wurde ich sowohl zur Siegerehrung des Schwabenpokals als auch zur Sportlerehrung des ADAC Südbayern eingeladen, was mich sehr gefreut hat.


Am 16.11.2024 richtete der MAC Königsbrunn die
Siegerehrung des Schwabenpokals (Kartslalom) im Königsbrunner Trachtenheim aus. Meine Ehrung für den Vizemeister in Schwaben wurde von Lichteffekten und Nebel untermalt. Danke für die schöne Feier.

Am 23.02.2025 lud der
ADAC Südbayern im BallhausForum des Infinity Munich in Unterschleißheim zur Sportlerehrung für das Jahr 2024 ein. Im Rahmen dieser festlichen Veranstaltung erhielt ich die Ehrung für den 2. Platz in der GTC-Juniorenwertung.

Nach den Ehrungen für 2024 will ich die gesamte Rennsaison 2024 noch einmal Revue passieren lassen. Es war geprägt von neuen Erfahrungen. Ich absolvierte ein GTC-Jahr in einem neuen Team, holte dort den 2. Platz in der Juniortrophy. Nach der Nominierung durch den DMSB durfte ich an der Weltmeisterschaft (FIA Motorsportgames) in Valencia teilnehmen und wir wurden 10. im weltweiten Fahrerfeld. Soweit die Highlights. Ich musste aber auch aufgrund eines schweren Unfalls auf meine Teilnahme an etlichen Rennen, unter anderem am Qualifikationsrennen zur Deutschen Meisterschaft verzichten. Es gab auch große Veränderungen in meinem Leben, u.a. der Wechsel von Schule zu Ausbildung, der Wechsel des Kartslalom-Vereins und die Aufnahme in ein neues GTC-Team für 2025.

Meine Unterstützer standen mir immer zur Seite. An euch alle daher ein großes Dankeschön. Vielen Dank an alle: meine Trainer, mein Team in der GTC, meine Teamkollegen, meine Eltern, meine Sponsoren. Ohne euch könnte ich das nicht schaffen.


Und kaum ist die vergangene Rennsaison abgeschlossen, geht es schon ins Training, um auch in diesem Jahr wieder erfolgreich sein zu können.

FIA Motorsportgames in Valencia

Olympiade des Motorsports (23.-27.10.2024)

Die ersten Tage (Ankunft, Leihkart, Training)

Bereits am Dienstag reisten die meisten deutschen Teilnehmer in Valencia an. Schon unterwegs konnte man Kontakt zu Teilnehmern anderer Nationen knüpfen. Die FIA Symbole auf unserer Kleidung sorgten für ein Erkennen und die Gespräche waren interessant. Nach einer kurzen abendlichen Vorstellungsrunde im Teamhotel des deutschen Kaders ging der erste Tag in Spanien schneller als gedacht zu Ende. 
Mittwochs war erstes Orientieren angesagt. Ich erkundete die Karting-Strecke am Aspar Circuit, welche meist für Motorrad-Rennen benutzt wird und musste erkennen, dass sie sich vehement von unseren GTC-Strecken unterschied. Nicht nur, dass die Strecke sehr viel breiter als gewohnt war, die Curbs waren ebenfalls ungewöhnlich und ich nahm zur Kenntnis, dass man diese an den meisten Stellen nach Möglichkeit meiden sollte, wollte man sich nicht das Kart zerstören. Im dazugehörigen Mini-Museum konnte man das Formel-1-Auto von Fernando Alonso aus dem Jahr 2005 bewundern. Unsere Karts wurden in der Pit Lane gerade vorbereitet, mehr gab es hier am Aspar Circuit noch nicht zu bestaunen. Daher machten wir uns auf den Weg zum Ricardo Tormo Circuit, der Rennstrecke, die in den nächsten Tagen Schauplatz der GT-, Formel 4- und Ferrari-Rennen sein würde. Was für ein Gelände! Unser Aspar Circuit würde komplett in das Fahrerlager dort passen. Die meisten Teams waren schon dabei, ihre Rennboliden vorzubereiten und ich konnte mir die unterschiedlichsten PS-Monster ansehen.

Abends fand dann die Opening Ceremony in der City of Arts & Science, einem modernen Wahrzeichen der Stadt im trockengelegten Flussbett des Turia, statt. Die Show war dem Event angemessen, großartig aufgebaut. Die Vorstellung jeder einzelnen Nation war ein unglaubliches Erlebnis und inmitten all dieser Athleten auflaufen zu dürfen war eine große Ehre für mich. Die Ceremony wurde live gestreamt und kann in Youtube angesehen werden.

Am Donnerstag tauschten meine Karting Endurance Teamkollegen Janina und Moritz und ich uns auf der Strecke des Aspar Circuit über die Ideallinie und unsere Überlegungen zum Rennen aus. Rennluft schnuppern, aber nicht fahren dürfen, das ging gar nicht. Glücklicherweise gab es auch eine Leihkartbahn an der Rennstrecke und so konnten wir drei uns freundschaftlich ein wenig gegeneinander messen.
Natürlich hatten wir auch unsere ersten offiziellen Termine. Neben der Übergabe der Karts an die Teams mussten wir unsere Ausrüstung auf Einhaltung der FIA Vorgaben überprüfen lassen und wurden bezüglich des Reglements gebrieft. Hier stellte sich bereits heraus, dass viele Fragen ungeklärt bleiben würden. Und es schien fraglich, was mit Strafen geahndet, was straffrei und was gar nicht geregelt ist. Letztlich kamen mehr Fragen auf als Antworten gegeben wurden und so gingen wir sehr unbefriedigt aus diesem Briefing.

Am Freitag beim ohnehin spärlich bemessenen Training (15 Minuten pro Fahrer) gab es bereits die ersten Regeländerungen. Das notwendige Gewicht pro Fahrer wurde mehrmals geändert, entsprechend mussten die Zusatzgewichte angepasst werden bzw. entfielen. Und nach der letzten Gewichts-Regeländerung (aufgrund EINER sehr leichten Fahrerin) hatten etliche Fahrer im Vergleich zu den übrigen Übergewicht an Bord. Hinzu kam, dass die Motoren der Karts fabrikneu waren und teilweise im Leerlauf unrund liefen... bis auf ein paar Karts, aus deren Teamboxen vorher leichte Klopf- und Schraubgeräusche zu vernehmen waren. Ein Schelm, der Böses denkt, da die Regeln klar besagten, dass an den Karts
rein gar nichts geschraubt werden darf! Dann änderte sich der Zeitplan und jedes Karting Endurance Team erhielt weitere 30 Minuten Trainingszeit zur freien Verplanung. Wir drittelten uns die Zeit fair und bemühten uns, das beste aus dieser Zusatzzeit zu machen. Und mit der dumpfen Ahnung, dass dies nicht die letzten Änderungen in Zeitplan und Reglement sein würden, gingen wir in die notwendige Ruhephase.

Das Rennen und mein 18. Geburtstag

Samstag, der wichtigste Tag unseres Aufenthalts: Heute geben wir alles! Der Aspar Circuit erwartete uns mit sehr nassen Bedingungen, in der Pit Lane und in den Boxen standen Pfützen und die Strecke musste ebenfalls erst einigermaßen abtrocknen. Im Gegensatz zu anderen Disziplinen standen für uns als Karting Endurance Fahrer keine Regenreifen zur Verfügung, daher nahmen wir die Verzögerung gerne in Kauf. Das Reglement wurde erneut geändert, doch mittlerweile wunderten wir uns nicht mehr darüber. Wir mussten das Beste daraus machen. Moritz und ich nutzten das Warm Up für ein letztes Training und Janina kämpfte im Qualifying um jeden Platz. Danach stand fest, dass wir von P13 aus ins Rennen starten. Nun war für uns Pause bis zum Rennstart und damit Zeit, den Karting Sprint Rennen zuzusehen.

Mir war zwar nicht entfallen, dass ich nebenbei auch noch meinen 18. Geburtstag hatte, dennoch war ich verblüfft, als mich auf der Aussichts-Dachterrasse des Circuits meine Familie, meine Teammitglieder und ihre Angehörigen mit einem Kuchen und einem Geburtstagslied erwarteten. Was für eine nette Überraschung! Als Geburtstagsgeschenk wurde mir der Rennstart anvertraut, eine große Ehre. Bis dahin sollte noch einige Zeit vergehen... Zeit für Taktikbesprechungen und natürlich für langsam, aber schleichend aufkommende Nervosität. Wann hat man schon die Möglichkeit, gegen 25 andere Nationen bei einem solchen Event anzutreten? Für Ablenkung sorgten nette Gespräche mit dem "Boxen-Nachbarn" Georgien und interessante Geräusche aus so manchen Kart-Boxen, die darauf schließen ließen, dass sich nicht alle an die Vorgabe "An den Karts darf nichts, rein gar nichts verändert werden" hielten. Zeit zum Nachdenken blieb aber keine, auch unser Kart wurde in die Startaufstellung geschoben und ich fokussierte mich auf den ersten zweireihigen fliegenden Start in meiner Rennsport-Karriere.
Direkt nach dem Start verlor ich einige Positionen und musste ziemlich kämpfen, um diese zurückzuerobern. Nach knapp 40 Minuten waren wir auf P11 und Janina kam nach dem Fahrerwechsel auf unserer alten Position 13 auf die Strecke zurück. Auch sie kämpfte sich nach vorne und Moritz ordnete sich nach Wechsel und Tanken auf P12 im Rennen ein. Wir fuhren alle drei ziemlich ähnliche Zeiten, lieferten uns auch in unseren nächsten Stints mit den Kontrahenten harte Zweikämpfe, aber mit dem Speed der führenden Teams konnten wir nicht mithalten. Und obwohl es bei der Konkurrenz etliche Strafen gab, mussten wir erkennen, dass wir mit dem uns zugeteilten Kart nicht viel weiter nach vorne kommen würden. Die von manchen Teams weite Auslegung des Reglements, die geringe Überprüfung auf Manipulation am Renngerät und auch die Auswahl der Fahrer mancher Nationen (teilweise aus dem Profi-Rennsport) deprimierten uns. Doch unser Ehrgeiz verlangte, zumindest in die Top Ten zu kommen. Moritz hatte somit in unseren letzten 40 Minuten die schwere Aufgabe, uns noch auf P10 zu fahren. Und er gab alles. Die Konkurrenz aus Schweden machte es ihm besonders schwer, drängte ihn von der Strecke, doch Mo ließ nicht locker. Wir fieberten alle mit, aber die Zeit lief gegen uns und die anderen Karts hatten sich durch die "schwedischen Zweikämpfe" einen guten Vorsprung erarbeitet.
Als wir dachten, das war es nun, blieb Israel mit leerem Tank liegen. Ein klein wenig Karma, denn sie hatten das Reglement bezüglich Gender-Mix-Teams für sich ausgelegt und ihre Fahrerin nur die unbedingt notwendige Zeit eingesetzt. Für uns bedeutete das Platz 10 und damit das Erreichen der Top Ten. Unter den uns gestellten Bedingungen waren wir damit mehr als zufrieden. Auch das
Karting Endurance Rennen (ab 03:50:00) ist auf YouTube als Stream hinterlegt.

Abends konnten wir dann die gute Platzierung und meinen 18. Geburtstag feiern. Unvergesslich, unter diesen Umständen volljährig zu werden. Wer darf schon an diesem besonderen Tag an einer Olympiade in seiner Disziplin antreten? Und im Nachhinein ein Omen feststellen: am 26.10. den 10. Platz unter 26 angemeldeten Teams geholt

Ausklang am Ricardo Tormo und am Meer

Am Sonntag hatten wir dann auch die Gelegenheit, den anderen Motorsportdisziplinen zuzusehen und am Ricardo Tormo die Renngefährte in Aktion zu begutachten. Es war ein tolles Erlebnis. Wir durften den finalen Rennen im Auto- und Kartslalom beiwohnen und den deutschen Teilnehmern zu ihren Platzierungen gratulieren. Für mich ein Highlight waren die Drift-Rennen inklusive dem dazugehörigen Gummigeruch, der die Zuschauer einhüllte. Faszinierend natürlich die GT Sprint- und Formel 4-Rennen und die Ferrari Challenge. Ich wusste manchmal gar nicht, wohin ich schauen sollte, von der Tribüne konnte man auf die Rennstrecke sehen, aber über die Umrandung auch zu den Driftern. Wahnsinn.

Am Montag nach dem Auschecken gab es dann noch einen kurzen Ausklang am Meer. Ein wenig am Strand spazieren, etwas trinken und die Sonne genießen. Doch so schön die Palmen, die Wellen und der Sonnenschein auch waren, sie konnten nicht mit den Eindrücken der letzten Tage mithalten. Rennboliden, wohin man sehen kann, ein Paradies für mich als PS-Junkie!

Mit unvergesslichen Erinnerungen und durchaus stolz auf die Leistung in unserem Endurance-Rennen ging es nach Hause. Diese Woche wird unvergesslich für mich bleiben.



Die tollen Erinnerungen trübt jedoch, dass am Tag nach unserer Rückreise eine Flutkatastrophe Valencia heimsuchte und speziell die Region, in der wir noch kurz zuvor den Rennen nachgingen, verwüstete. Zerstörung und Tod an den Orten, an denen wir waren. 
Das Bonaire-Shopping-Center mit seinen edlen Geschäften, seinem Supermarkt und der Gastronomie-Terrasse, fünf Gehminuten vom Teamhotel, so in den Nachrichten sehen zu müssen, schockiert mich sehr.

GTC in Oppenrod

Spannendes Finale in Hessen

Nachdem ich am Highlight der Saison, dem Bavarian 24h in Wackersdorf, leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, was mich sehr ärgerte, war ich beim finalen Rennen in dieser Saison mit Feuereifer am Start. Oppenrod war für mich eine neue Strecke, da sie in den vergangenen Jahren nicht auf dem Plan der GTC stand. Umso wichtiger war es für mich, am Freitag beim Training ein Gefühl für die Strecke und die Ideallinie zu finden. Viel Zeit hatte ich dafür nicht, da unser Team aus zahlreichen Fahrer bestand und außerdem noch am Kart der #23 geschraubt werden musste. Dafür durfte ich am Setup mitwirken und freute mich, meinen neuen Helm auf der Strecke zeigen zu können.

Als am Rennsamstag ein Teamkollege im Qualifying unsere #23 auf den 8. Platz unter allen Teams stellte, wuchs meine Anspannung merklich. Mir war klar, dass beim Start ein großer Kampf um die Top Ten beginnen würde und ich sah in der Startaufstellung, welche starken Teams ich in meinem Nacken hatte. Kaum, dass der Start erfolgt war, musste ich mich schon ein paar davon geschlagen geben und man spürte mein Trainingsdefizit auf dieser Strecke empfindlich. In dieser ersten Stunde der Juniorwertung bemühte ich mich, nicht zu viele Plätze zu verlieren, während ich die für mich perfekte Linie auf der 1.040 m langen Strecke suchte. Als ich nach einer Stunde an meinen Teamkollegen übergab, lagen wir auf Platz 3 unter den Junioren. Mein Teamkollege haderte ebenfalls mit der Strecke, aber fuhr konstant und konnte den 3. Platz halten. Als ich für die letzte Stunde der Juniorwertung übernehmen durfte, war mir klar, dass es nun um alles ging. Die beiden Juniorteams vor uns hatten sich beim Wechsel Strafen eingefangen, so dass wir gute Chancen hatten, um den Sieg zu kämpfen. Unser stärkster Konkurrent in der ganzen Saison, das ADAC Juniorteam Südbayern mit der #16, war schon vor uns in der Box und ich war mir bei der Rückkehr auf die Strecke sicher, ihr grünes Kart nur noch von hinten zu sehen. Umso überraschter war ich, als ich aus der Boxengasse knapp vor der #16 auf die Strecke zurückkehrte.

Die #16 hatte natürlich auch den Auftrag, sich den ersten Platz zu holen und so entbrannte ein harter Fight auf der Strecke. Ich durfte mir keinen Fehler erlauben, kein bisschen von der Ideallinie abkommen und nicht unkonzentriert werden. Mittlerweile hatte ich mich aber auf der Oppenroder Strecke eingelebt und konnte die Geschwindigkeit und die Zeiten der Top Teams mitgehen. Und so baute ich Runde für Runde meinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus.

Am Ende der drei Stunden wurde ich als Erstplatzierter unter den Junioren mit 17 Sekunden Vorsprung abgewunken. Die Freude war riesig, unser erster Sieg in dieser Saison! Für mich ein besonderer Erfolg, da es auch das erste Rennen in diesem Jahr war, in welchem ich 2 von 3 Stunden in der Juniorwertung übernehmen und damit entscheidend an diesem Sieg mitwirken durfte.

Dank dieser Platzierung und den damit verbundenen Punkten sicherten wir uns den Vizemeistertitel in der Juniorwertung 2024. Ein toller Abschluss der GTC Saison.

Dieser Erfolg lässt auf ein gutes Ergebnis bei den FIA Motorsport Games hoffen. Sicherlich sind dort nur die besten Fahrer der unterschiedlichen Nationen am Start und es wird auf jeden Fall ein noch spannenderes Rennen werden. Aber wir vom deutschen Karting Endurance Team werden unser Bestes geben und jede Trainingsmöglichkeit vor Ort nutzen. Und wir wünschen uns natürlich, dass möglichst viele Fans - nicht nur bei unserer Disziplin, sondern auch bei allen anderen Kategorien - den Stream ansehen und sich von der Motorsport Stimmung mitreißen lassen. So viele unterschiedliche Kategorien, von Rally über Formel 4 bis Karting und Slalom.

Seht es euch an und haltet uns die Daumen

GTC in Wittgenborn

1.000 km Rennen am Vogelsbergring

Die 1.000 km von Wittgenborn waren eine besondere Herausforderung. 964 Runden á 1.038 Meter sind zu absolvieren, jedoch galt als Obergrenze die 18 Stunden Marke.

Am Freitag begann das Training um 10 Uhr und wir hatten - abzüglich einer kurzen Mittagspause - bis 18 Uhr Zeit, die besten Einstellungen für das Kart vorzunehmen. Ich durfte das Chassis-Setup für die #23 übernehmen und gab mein Bestes. Mein Teamkollege war dann noch unterwegs, um die beste Abstimmung für den Motor zu finden. Wir freuten uns trotz der Hitze auf das Rennen Samstag/Sonntag. Am Freitagabend jedoch kündigte sich mit Halsschmerzen und Schüttelfrost an, dass ich krank werden würde.

Das Qualifying am Samstag fuhr mein Teamkollege, es lief leider nicht besonders gut für uns. Gerade mal eine Position vor dem Schwesternteam (#24) konnte er uns auf Platz 23 stellen. Er übernahm dann auch den Start und versuchte, uns nach und nach weiter nach vorne zu fahren. Ich war trotz Medikamenten nicht wirklich fit und fühlte mich schwindelig, aber für die Juniorwertung musste ich mich zusammenreißen. 197 Runden lang kämpften mein Teamkollege und ich abwechselnd in der 3-Std.-dauernden Juniorwertung, um zumindest unter den Juniorenteams eine angemessene Platzierung zu erreichen. Nach drei Stunden durften wir uns zumindest über den 3. Platz in der Juniortrophy freuen.

Ohne Unterbrechung ging es für die anderen in die weiteren Stunden des Samstags. Ich konnte das Renngeschehen nur aus der Ferne über die Handyapp verfolgen, mein Kreislauf ließ es nicht zu, an dem weiteren Rennen teilzunehmen. Auch bei der Juniorensiegerehrung konnte ich damit leider nicht anwesend sein. Noch hatte ich die Hoffnung, wenigstens am Sonntag mitmischen zu können. Aber in der Nacht verschlimmerte sich mein Zustand noch weiter. Ich konnte nichts mehr trinken, bekam zu Fieber, Schmerzen und Schwäche noch Atemprobleme und musste schweren Herzens abreisen.

Mein Team gab sein Bestes, doch auch das Kart schien zu kränkeln. Nach einer Stunde am Rennsonntag musste die Spurstange gewechselt werden, mittags war ein Lenkbolzen locker. Letztlich wurde es ein 7. Platz in der Trophywertung, bitter für das ganze Team.

Als nächstes steht Mitte September das berühmte Bavarian 24h in Wackersdorf auf dem Programm. Möge die Macht mit uns sein.

Kartslalom südbay. Endlauf

Freude und Tränen beim KC Eggenfelden - P4

Der KC Eggenfelden richtete dieses Jahr den südbayerischen Endlauf im Kartslalom aus. Aus allen Regionen Südbayerns konnten sich die Kartfahrer in fünf Vorläufen für die Teilnahme qualifizieren, von 75 Fahrern kamen die besten 17 weiter zum Endlauf.

Ich hatte mich als Drittplatzierter in meiner Region qualifiziert und freute mich sehr auf dieses Event. Über den südbayerischen Endlauf kann man sich weiter zum Bundesendlauf qualifizieren, dort treffen dann die besten Fahrer Deutschlands aufeinander. Natürlich war es mein Ziel, weiterzukommen, dafür ist jedoch ein Platz unter den besten Drei notwendig.

Der diesjährige Endlauf wurde als Hybridveranstaltung ausgetragen. Am Samstag wurden die ersten beiden Wertungsläufe mit Verbrenner, sonntags die beiden letzten Wertungsläufe mit Elektrokarts gefahren. Eine Herausforderung, da ich mit Elektrokarts nicht wirklich viel Erfahrung habe. Der Parcours am Samstag war interessant, schnell, aber auch kniffelig. Als vierter Starter ging ich motiviert und ohne den Druck, die Zeiten der anderen zu kennen, ins Rennen und legte im Training gleich eine Bestzeit hin. Beim Wertungslauf fuhr ich vorsichtiger, um mir keine Strafsekunden durch Pylonenfehler einzuhandeln, aber letztlich war nur ein einziger Fahrer im ersten Wertungslauf schneller als ich. Im zweiten Wertungslauf steigerte ich mich, mein Konkurrent konnte diese Zeit nicht halten und so beendete ich den Samstag als Erstplatzierter meiner Klasse 5. Jedoch fährt man gegen die Besten keinen großen Vorsprung heraus; ich war gerade mal 7 Hundertstel Sekunden vor Platz 2 und 0,2 Sekunden vor Platz 3.

Ich wusste, dass ich mich auf diesem Ergebnis nicht ausruhen durfte. Jeder möchte beim Endlauf auf einen der begehrten Podestplätze und so würden auch die weiter hinten Liegenden Risiken eingehen, um nach vorne zu fahren. Meine Aufregung und Anspannung machten mir in der Nacht schwer zu schaffen und als ich wieder in Eggenfelden ankam, sah man mir den Druck, der auf mir lastete, auch von außen an. Als Erstplatzierter des Vortags startete ich als letzter Fahrer auf den anspruchsvollen Parcours und so hörte ich von jedem Fahrer vor mir die Zeiten. Die Hitze, die ungewohnten Elektrokarts, die Anspannung und die Sorge, Strafsekunden zu bekommen und damit nach hinten zu fallen: ich fuhr beim dritten Wertungslauf zu verhalten und verbremste mich auch noch in einer Figur und verschenkte damit wertvolle Zehntel Sekunden. Im vierten Wertungslauf konnte ich dann die Zeiten der Konkurrenz wieder mithalten, doch mein Platz auf dem Podest war verloren.

Nach vier Wertungsläufen und damit von mir gefahrenen 2:11,71 Minuten fehlten mir auf den dritten Platz gerade mal 5,2 Zehntel Sekunden, weniger als ein Blinzeln. Vom ersten Platz trennten mich gerade mal 0,9 Sekunden. Mit Platz 4 beendete ich diesen Endlauf.

Zum Bundesendlauf kann ich leider nicht fahren. Doch 4. unter den besten Fahrern in ganz Südbayern zu werden ist eine Auszeichnung, auf die ich stolz sein kann.

GTC in Bopfingen

Höhen und Tiefen auf der Breitwangbahn

29 Teams kamen beim Race Weekend in Bopfingen zusammen, um auf der 1.020 Meter langen ihr Können miteinander zu messen.

Bopfingens Kartbahn liegt nahe einem Naturschutzgebiet und daher ist das Freitagstraining auf ein paar Stunden am Nachmittag begrenzt. In dieser geringen Zeit galt es nicht nur, sowohl auf der 160 m langen Geraden als auch in der Steilkurve mit 10% Überhang die eigene Ideallinie zu finden, auch das Setup für das Kart musste eingestellt werden. Bis 18 Uhr hatten wir Zeit und waren optimistisch, beim Rennen gute Zeiten fahren zu können.

Die 12 Stunden von Bopfingen sind zweigeteilt. Ein Rennen am Samstag über gesamt 7 Stunden, die restlichen 5 Stunden am Sonntag. 

In den 7 Stunden am Samstag sollten die ersten 3 Stunden über die Juniorwertung entscheiden. Kurz vor Rennstart gab es noch die Anweisung des Veranstalters, dass bereits nach 45 statt nach 60 Minuten gewechselt werden muss, da am Samstag extreme Temperaturen von über 30 Grad herrschten. Mein Teamkollege platzierte unser Kart im Qualifying auf Platz 14 des Gesamtklassements. Unter den Juniorteams lagen wir auf Startplatz 1. Und so blieb es auch sehr lange, wir hatten sogar über 30 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Juniorteam. Doch dann blieb ein Konkurrent mit leerem Tank auf der Strecke liegen und in der folgenden Saftey Kart Phase kam es teamintern zu einem kommunikativen Mißverständnis. Mein Teamkollege kam unerwartet zum Boxenstopp, unvorbereitet wechselten wir und als ich nach dem Tanken wieder auf die Strecke auffahren wollte, wurde die Boxenausfahrt gerade gesperrt, um den Tross hinter dem Saftey Kart vorbeizulassen. Wir hatten durch dieses Maleur eine gesamte Runde Rückstand, zudem erhielt ich bei dem überraschenden Wechsel versehentlich zuviel Zusatzgewicht in den Gewichtskasten geladen, so dass ich mit Übergewicht unterwegs war. Aber ich ließ mich nicht unterkriegen und kämpfte um jede Position und um jede Sekunde. Bis zum Ende der Juniorwertung war es zwar nicht mehr möglich, die P1 unter den Junioren zurückzuerobern, aber wir hatten uns auf Platz 2 und nur noch 45 Sekunden Rückstand auf Platz 1 herangekämpft. Platz 2 war toll, aber wir waren unzufrieden, denn unsere Aufholjagd hatte uns bewiesen, dass wir Platz 1 unter den Junioren ohne Probleme hätten halten können.

Ohne Unterbrechung ging es in die restlichen Stunden des Samstagsrennens. Auch in der nun relevanten Trophywertung hatte uns der Fauxpas stark zurückgeworfen. Aber wir kämpften uns weiter nach vorne. Bei einer erneuten Saftey Kart Phase kam es zu einer unverschuldeten Kollision mit zwei anderen Rennteams. Mein Teamkollege wurde von den beiden Konkurrenten in die Mitte genommen und eingeklemmt. Die gegnerische Stoßstange und unser Heckauffahrschutz verhakten sich, die Halterung brach. So musste ein weiterer Stopp absolviert werden, um den Auffahrschutz zu befestigen. Bis zum Ende dieses Tages konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden und so beendete unser Team den ersten Renntag auf P5 in der Trophywertung.


Für Sonntag hatten wir große Erwartungen, wir wollten uns weiter nach vorne fahren und waren voll motiviert. Doch die Wetterbedingungen hatten sich geändert und unser bei Hitze so gut laufender Motor und unser Setup schienen das etwas kühlere Klima nicht so sehr zu mögen. Ich war am Sonntag für den Schluss-Stint verantwortlich und konnte daher nur zusehen, wie wir statt nach vorne zu fahren, Platz um Platz nach hinten fielen. In der Addition der beiden Renntage, nach 755 Rennrunden, waren wir letztlich auf P5 in der Trophy geblieben. 

Unser nächster Stopp in der GTC wird Wittgenborn sein. Das 1000 km Rennen am Vogelsbergring wird nach Kilometern und nicht nach Zeit bemessen und dauert im Durchschnitt über 16 Stunden. Ich freue mich schon darauf.

Sportlerehrung

Landkreis Aichach-Friedberg ehrt die erfolgreichsten Sportler aus 2023

Am 14.05.2024 fand im Kreisgut Aichach, dem "Wohnzimmer des Landkreises", die Sportlerehrung des Landkreises Aichach-Friedberg statt. Neben dem Landrat Klaus Metzger waren auch der Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann, der BLSV -Kreisvorsitzende Richard Hangl und weitere Persönlichkeiten aus der Lokalpolitik anwesend.
Geehrt wurden die erfolgreichsten Sportler des Jahres 2023, welche für einen Verein des Landkreises aktiv waren oder aber aus dem Landkreis stammen. 
Mir wurde aufgrund meines 3. Platzes in der GTC Juniorwertung 2023 die silberne Medaille des Landkreises verliehen.
Es war ein sehr festlicher Abend und ich habe mich sehr über meine Ehrung gefreut.

GTC in Belleben

Erstes Rennen der Saison 2024 in Sachsen-Anhalt

Zum ersten Rennen der Saison 2024 trafen sich bei besten Wetterbedingungen 28 Kartteams zum „Super Race Weekend“ im Motodrom in Belleben, um gegeneinander anzutreten. Besonders spannend wurde es durch die Aufteilung der 12 Stunden Gesamtrennzeit in drei Einzelrennen. 

Belleben war für mich ganz neu und so erkundete ich am Freitag erst einmal die Ideallinie. Die 980 Meter lange Strecke bietet beides, Geraden zum Geschwindigkeitsaufbau und 180°-Kurven, welche das Feld wieder zusammenbringen. Viel Zeit für Training war am Freitag jedoch nicht, da die beiden Team-Karts modifiziert werden mussten und damit immer über einen längeren Zeitraum nicht einsetzbar waren. Klar war am Freitag auch schon, dass unsere #23 in der Trophy-Wertung und die #24 in der Cup-Wertung antreten werden.

Am Samstag wurde es dann ernst. Mein Teamkollege und ich durften die Juniorwertung auf der #23 absolvieren und wir gaben unser Bestes. Im Qualifying platzierte Tobi unser Kart im Mittelfeld auf P14, von dort kämpften wir uns in den nächsten drei Stunden nach vorne. Unter den Junioren beendeten wir das erste der drei Rennen auf Platz 2, eine Topleistung vom gesamten Euroracingteam.
Das zweite Rennen (über vier Stunden) musste mit 190 kg Gesamtgewicht (Heavytime) ausgefahren werden. In diesem Rennen war ich mit der #24 unterwegs und teilte mir die Verantwortung mit meinem Teamkollegen Noah. Nachdem dieses Kart kein Qualifying für das 190 kg-Rennen fahren konnte, weil der Motor Probleme machte, mussten wir vom letzten Platz starten. Aber mit viel Engagement und Energie bissen wir uns durch und brachten unsere Nummer #24 als Zweite in der Cupwertung ins Ziel. Die Freude war sehr groß; vom letzten Platz aus hatten wir hier mit keinem so guten Ergebnis gerechnet. Und ich durfte mich doppelt freuen, denn ich hatte bei diesem 4-Stunden-Rennen teamintern die schnellste Rennrunde gefahren.
Beim Kartputzen und kleinen Reparaturen wurde der Tag noch einmal durchgesprochen und Pläne für die letzten 5 Stunden am Sonntag geschmiedet. 

Diese letzten 5 Stunden forderten von allen Teams höchste Konzentration. Ich war wieder auf der #23 eingesetzt und durfte einen der heftigen Kämpfe auf der Strecke miterleben. In der 180°-Haarnadelkehre kamen wir als Dreiergespann an, der Fahrer hinter mir schätzte seinen Bremspunkt zu spät ein und schob mich auf meinen Vordermann. Dieser und ich mussten stärker als geplant abbremsen, um nicht geradeaus zu fahren und drehten uns dabei von der Strecke. Ärgerlich war, dass dies als Rennunfall gewertet wurde, so dass der Hintermann strafenlos weiterfahren konnte. Mich hatte dieser Dreher fast 10 Sekunden gekostet, was in einem solchen Rennen eine Ewigkeit ist. Ohne diesen Schieber wäre der Platz 2 in der Trophy-Wertung für die #23 greifbar nahe gewesen, nun galt es, wenigstens den 3. Platz nach Hause zu bringen. Und mit viel Kraft und guter Boxenstrategie gelang uns das auch.

Alles in allem war es dennoch ein toller Auftakt in die neue GTC-Saison und ein prima Einstand in das neue Team. Weiter geht es Ende Juni in Bopfingen.

1. Trainingstag GTC 2024

mit meinem neuen Team auf dem Ortenauring in Urloffen

Mit meinem neuen GTC-Rennteam war ich Ende März 2024 in Urloffen beim Testen. Ein tolles Gefühl, nicht "nur" um Pylonen zu kreisen, sondern wieder richtig Gas geben zu können. Und auch wenn dank Regen nicht volle Geschwindigkeit angesagt war, hat es dennoch viel Spaß gemacht.
Und so freue ich mich schon auf das erste Rennen der Saison Ende April in Belleben.

FIA Motorsportgames 2024

Nominierung in den Deutschen Kader 

Nun möchte ich diese tolle Nachricht mit euch allen teilen:
zusammen mit zwei weiteren Fahrern darf ich bei den FIA Motorsportgames in Valencia 
🇩🇪 Deutschland 🇩🇪 
in der Kategorie "Karting Endurance" vertreten.

Ich freue mich riesig. Es ist mir eine sehr große Ehre, einer von drei Kartsportlern zu sein, die vom Deutschen Motor Sport Bund zu dieser Motorsportweltmeisterschaft geschickt werden. Über die GTC Saison hinweg werde ich fleißig fahren und viel trainieren, um für diesen Wettbewerb im Oktober 2024 gut gerüstet zu sein.

Siegerehrungen für 2023

Schwabenpokal, BMV und ADAC Südbayern

Für die Saison 2023 durfte ich an drei Siegerehrungen teilnehmen, über welche ich mich jeweils sehr gefreut habe.


Am 18.11.2023 fand die
Siegerehrung des Schwabenpokals (Kartslalom), ausgerichtet vom AMC Memmingen, in der Festhalle in Benningen statt. Ich wurde - nach 2015, 2016, 2017 und 2019 zum fünften Mal  - nun auch 2023 als schwäbischer Meister geehrt.

Der
BMV lud am 28.01.2024 zur Siegerehrung für 2023 ein. Hier nahm ich die Ehrung für den 3. Platz in der oberbayerischen Meisterschaft im Kartslalom entgegen.

Am 25.02.2024 veranstaltete der
ADAC Südbayern im Rahmen der Motorsporttage im BallhausForum Unterschleißheim die Sportlerehrung für das Jahr 2023. Ich wurde für den hart erkämpften 3. Platz in der GTC-Juniorenwertung geehrt.

Mit den Ehrungen für die vergangene Saison ist es auch an der Zeit, das gesamte Rennjahr 2023 noch einmal Revue passieren zu lassen. Es hatte Höhen und Tiefen, war sehr anstrengend, aber auch sehr spannend und die Herausforderungen haben zu neuen Erfahrungen und Weiterentwicklungen geführt.

Meine Unterstützer standen mir immer zur Seite. An euch alle daher ein großes Dankeschön. Vielen Dank an meinen Verein MSC Schrobenhausen, meine Trainer, mein Team in der GTC, meine Teamkollegen, meine Eltern, meine Sponsoren. Ohne euch könnte ich das nicht schaffen.


Und kaum ist die vergangene Rennsaison abgeschlossen, geht es schon ins Training, um auch in diesem Jahr wieder Erfolge einfahren zu können. Diese Saison gehe ich für ein neues GTC-Team an den Start. Und natürlich werde ich auch bei möglichst vielen Slalomrennen antreten.

GTC in Liedolsheim

Saisonfinale, 13.-15.10.2023

Final Countdown in Liedolsheim. 
Jedes Finale ist spannend, aber im Gegensatz zu manchen anderen Motorsportveranstaltungen, bei denen der Gewinner der Saison schon vorher feststeht, waren wir noch mitten im Fight um die Platzierung. Mit der Konkurrenz vom MSC Oberflockenbach sind wir punktgleich auf dem 3. Platz in der Juniorwertung ins Rennen gegangen und so würde dieses Rennen den Kampf um den Podestplatz entscheiden.

Am Freitag wollte ich besonders intensiv trainieren, doch in einer Kurve brach mir das Trainingskart aus, ich drehte mich und knallte mit ca. 70 km/h in die Bande. An dieser Stelle gibt es keine Reifenstapel, die den Aufprall mindern könnten und so knallte ich mit dem Heck direkt auf Metall und die dahinter befindliche Mauer. Glücklicherweise kam ich mit Prellungen und starken Schmerzen davon, so dass ich nach einer zweistündigen Pause weitertrainieren konnte.

Da an diesem Wochenende nicht alle Fahrer unserer #16 teilnehmen konnten, standen für die Juniorwertung nur ein Teamkollege und ich zur Verfügung. Die Trainingszeit vor dem Qualifying wollten wir uns teilen, doch die rote Flagge wegen Starkregens brach das Training ab und alles verzögerte sich. Als der Regen leichter wurde und die Strecke nicht mehr so tief unter Wasser stand, ging es endlich los. 
Das Quali meines Teamkollegen auf regennasser Strecke ergab leider nur den 23. Platz unter den 29 Teams. Aber wir kämpften uns während der drei Stunden Juniorwertung, die wir abwechselnd fuhren, bis auf den 2. Platz unter allen Juniorteams nach vorne. Damit war klar, dass wir uns das Podest in der Gesamtwertung erkämpft hatten, doch zum Feiern war keine Zeit. 
Während das Rennen für die Trophywertung weiterlief, klarte das Wetter auf und es wurde immer sonniger. Die Strecke trocknete ab, doch unser Kart hatte Probleme mit der Motorleistung, so dass wir bis zur Nachtruhe etliche Plätze zurückfielen.
Der Nacht-Parc Fermé verhinderte Arbeiten am Kart und so bereitete ich mich darauf vor, am Sonntagmorgen weiterhin nicht die volle Leistung bringen zu können. Doch die kühlen Wetterverhältnisse mit ca. 7 Grad am letzten Renntag waren optimal für unser Kart und es lief so gut, dass ich in der 435. Runde des 12-Stunden-Rennens sogar die teaminterne Bestzeit (53,629 Sekunden für die 1.060 m lange Strecke) setzen konnte. Wir kämpften um jede Position und sahen letztlich als 5. Kart in der Trophywertung die karierte Flagge. Auch hier hatten wir einen Podestplatz angestrebt, doch leider nicht erreicht.

Die Meisterschaft für die Saison 2023 endete für uns folglich mit gesamt:
Platz 3 in der Juniormeisterschaft und
Platz 5 in der Trophymeisterschaft

Vielen Dank an mein Team der #16, an alle meine Unterstützer und an meine Familie für die tolle Saison 2023

Kartslalom in Memmingen

Entscheidung im Schwabenpokal, 17.09.2023

Im letzten Schwabenpokalrennen beim AMC Memmingen ging es nicht nur um die Ehre, sondern um die letzten Punkte in Schwaben und die Entscheidung, ob ich oder meine Vereinskollegin vom MSC Schrobenhausen den 1. Platz in der Gesamtwertung des Schwabenpokals 2023 einfahren würden.
Ein Wochenende mit sehr wenig Schlaf, ohne Kartslalomtraining und direkt von der Rundstrecke - auf der ich mit durchaus 100 km/h unterwegs war - kommen und dann konzentriert, schnell, aber dennoch sorgsam um Pylonen zirkeln: eigentlich war es ein Ding der Unmöglichkeit, eine Topleistung zu zeigen. Doch ich strafte alle Kritiker Lügen und fuhr nach der Tagesbestzeit im Trainingslauf in beiden Wertungsläufen kontrolliert schnell und fehlerfrei und holte mir damit nicht nur den Sieg beim AMC Memmingen, sondern mit diesen Punkten auch den Gesamtsieg im Schwabenpokal und damit zum 5. Mal in meiner Kartkarriere den begehrten Titel des
Schwabenmeisters 2023.

GTC in Wackersdorf

Legendäres Bavarian 24h, 15.-17.09.2023

Nach dem total verregneten GTC Rennen Anfang August in Bopfingen, bei dem wir scheinbar vom Pech verfolgt war, stand Mitte September das legendäre 24 Stundenrennen in Wackersdorf auf dem Programm. 24 Stunden am Stück sind die Teams auf der Rennstrecke, das Material wird bei keinem anderen Rennen so gefordert und kein anderes Rennen bringt solche Strapazen für die Fahrer mit sich.
Während bei den anderen Langstreckenrennen der German Team Championship nach jeder Fahrstunde ein Fahrerwechsel stattfindet, muss beim Bavarian 24h erst nach zwei Stunden gewechselt werden. Freiwillige Wechsel bringen damit einen enormen zeitlichen Nachteil mit sich, Durchhalten und Durchbeißen ist notwendig.
Am Freitag trainierte ich so viel wie möglich und arbeitete an der Ideallinie. Da ich für mein Team am Samstag das Qualifying fahren durfte, musste jede Lenkbewegung, jeder Bremspunkt passen. Weil aber das Setup und der Motor nicht ganz zusammen passten, wurde die Top Ten im Quali leider nicht erreicht.
Am Samstag um 14 Uhr flatterte dann zum Start die grüne Flagge und die 31 Teams brausten die 1.190 m lange Strecke entlang. Wie immer entschieden die ersten drei Stunden über die Platzierung in der Juniorwertung und unser Team schaffte es auf Platz 3.
Zum Feiern blieb uns keine Zeit, das Rennen ging ohne Unterbrechung weiter. Im Gegensatz zum vorherigen GTC Rennen in Bopfingen war es sommerlich heiß, aber ich habe die Hitze nicht wahrgenommen. Viel zu konzentriert steuerte ich das Kart mit der #16 2 Stunden lang durch die 7 Rechts- und 4 Linkskurven. Die Strecke in Wackersdorf bietet für jeden Piloten das Richtige: 180 und 90 Grad Kurven, lange Geraden für den Geschwindigkeitsaufbau und eine gut übersichtliche Boxenausfahrt für das Einscheren nach dem Boxenstopp. Man kann sich aber natürlich auch jede Menge Probleme mit der Rennleitung einhandeln. In der Nacht gab es eine Kollision mit einem anderen Team, was unserer #16 nicht nur einen Aufenthalt in der Box, sondern auch eine Strafe bescherte. Ich erfuhr davon nach einer kurzen Schlafpause, ehe ich das Kart in den Sonnenaufgang steuern durfte. Doch all der Kampf auf der Strecke kann zu keiner guten Platzierung führen, wenn Zeitstrafen dagegen wirken. Am Sonntagvormittag fuhr unser jüngster Fahrer zu früh von der Waage und brachte der #16 eine weitere Strafe ein. Und kurz vor Ende des Rennens überholte ein Teamkollege bei gelb, was erneut eine Zeitstrafe bedeutete.
Letztlich landete unser Juniorteam in der Trophywertung auf dem 6. Platz.

An der Siegerehrung der Junioren konnte ich jedoch nicht mehr teilnehmen. Ich war gegen Ende des Bavarian 24h bereits auf dem Weg zum letzten Kartslalomrennen im Schwabenpokal in Memmingen.
 Ende Oktober wird die GTC beim letzten Rennen in Liedolsheim an den Start gehen.

GTC in Bopfingen

Wetterkapriolen und viel Pech, 05.-06.08.2023

Lange musste ich überlegen, was man zu diesem Rennen sagen kann. Denn eigentlich möchte man dieses - von Wetterkapriolen geprägte - Rennen am liebsten nur zu den Akten legen und vergessen.
Wir sind gar nicht so schlecht gestartet, holten uns im Qualifying den vierten Platz unter den Juniorteams. Doch schon vor dem ersten Wechsel nach einer knappen Stunde Rennzeit begann das Disaster: mein Teamkollege drehte sich in der Anfahrt und wir erhielten hierfür eine Strafe. Der folgende Fahrer strandete mit leerem Tank und musste geborgen werden, was uns um Runden zurückwarf, so dass die Juniorwertung für uns gelaufen war. 
Wir kämpften dennoch weiter, aufgeben kam nicht in Frage. Doch egal wie sehr wir uns reinhängten, das Pech holte uns immer wieder ein. Kaum hatten wir uns ein wenig nach vorne gearbeitet, kam ein Teamkollege mit Untergewicht in die Box. Wieder Strafe, wieder Runden verloren. Niedergeschlagen gingen wir in die Nachtruhe. Aber auch der nächste Tag war uns nicht gut gesonnen. Es war herbstlich kühl und regnete mal mehr, mal weniger. Unsere Taktiker waren zwischen Trocken- und Regenreifen hin und her gerissen und so wechselten wir öfter als üblich. Als der Regen sintflutartig einsetzt, blieben immer wieder Karts auf der Strecke liegen, das Pace Kart war ständig im Einsatz und wir versuchten auf der Wasserschicht nicht von der Strecke zu rutschen. Nach meinem letzten Stint war ich trotz Regenoverall bis auf die Haut durchnässt.
Letztlich schafften wir es nach 12 Stunden in unserer Trophy Wertung auf den 5. Platz. Eine Platzierung, mit der wir absolut nicht zufrieden waren.

Unser Schwesterteam hatte es noch schlimmer erwischt: nach der Freude über ihren Sieg in der Juniorwertung bracht ihnen der Rahmen ihres Karts und sie fielen komplett aus.

Mitte September geht es zum nächsten GTC Rennen nach Wackersdorf. Das legendäre 24-Stunden-Rennen ist das Highlight der Saison.

GTC in Wittgenborn

Hitziger Kampf am Vogelsbergring, 24.-25.06.2023

Das 2. Rennen zur German Team Championship 2023 führte uns auf die Kartbahn des 
MSC Wittgenborn. Normalerweise wird das Training am Freitag für Setup-Arbeiten an den Karts und für das Ergründen der Ideallinie genutzt, doch da ich erst am Freitag Nachmittag anreisen konnte, musste ich mich mit ein paar wenigen Trainingsrunden auf der 1.038 m langen Strecke begnügen.

Der Fahrer für das Qualifying war bereits am Freitagmittag vereinbart worden. Mir wurde 
dann der Start zum 12-Stunden-Rennen anvertraut. Mein Teamkollege erfuhr im Qualifying 
leider nur den 15. Platz im 31 Kart starken Fahrerfeld. Ich ließ mich aber davon nicht entmutigen und kämpfte mich nach dem Start sofort nach vorne. Nach und nach pflügte ich mich durch das Feld und konnte mich nach der ersten Rennstunde sogar damit rühmen, 
einen der besten Fahrer der GTC überholt und sogar – bis zum Zusammenrücken hinter dem Safty Kart – abgehängt zu haben. In der 33. Runde konnte ich mit 53,878 Sekunden sogar die beste Rundenzeit meines ganzen Teams in diesem 12-Stunden-Rennen erfahren.

Doch auch wenn ich mich bis auf den 2. Platz in der Juniorwertung und sogar den 2. Platz im Gesamtfeld vorgekämpft hatte, war es kein guter Tag für uns ADAC Junioren mit der #16. In der Hitze des Rennens fielen etliche Karts aus, immer wieder musste das Safty Kart das Feld anführen und bei dieser Gelegenheit wird auch immer eine „Sortierung“  vorgenommen: Wer sich hinter dem Führenden befindet, verbleibt an dieser Position, davor liegende Karts dürfen am Safty Kart vorbei das Feld einholen. Diese Sortierung sorgte für eine Runde Rückstand bei unserem Team der #16. Und beim anschließenden Wechsel traf mein Teamkollege genau auf das zusammengestauchte Feld und musste dieses (laut Reglement) erst vorbeifahren lassen, was eine erneute Runde Rückstand bedeutete. Mit guten Zeiten und viel Schweiß holten wir jedoch wieder auf und waren kurz vor Ende der ersten drei Stunden wieder auf Rang 2 in der Juniorenwertung angelangt. Mein Teamkollege bekam jedoch Sorge, dass sein Benzin nicht für die restlichen Runden ausreichen könnte und fuhr – taktisch unklug – ungeplant an die Box. Dieser zusätzliche Boxenstopp warf uns gewaltig zurück und als ich nun übernahm, konnte ich nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Ich fuhr so zügig und dennoch fair wie möglich und schaffte es bis zum Ende der Juniorenwertung innerhalb der mir verbleibenden zehn Minuten noch auf Platz 4 bei den Junioren, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt bereits mit höherem Gewicht (für die Heavy-Wertung) unterwegs war.

Für Frust blieb jedoch keine Zeit, denn in Wittgenborn werden die ersten 7 Stunden der 12-
Stunden-Wertung am Samstag ohne Pause durchgefahren. Und so blieb ich auf der Strecke, um im Gesamtfeld Position um Position gutzumachen. Trotz tropischen Temperaturen und 
den 190 kg Gesamtgewicht hielt ich meine Geschwindigkeit und fuhr konzentriert und ohne 
einen Patzer, bis mein Teamkollege eine Stunde später übernahm. Und auch bei meinem letzten Stint am Samstagabend schenkte ich meinen Konkurrenten nichts und nutzte 
jede Gelegenheit, um die Gegner zu überholen und mich besser zu positionieren.
Direkt nach der Übergabe an den letzten Fahrer dieses Rennsamstags brach ich nach Hause auf, denn am Sonntag fand der 4. Südbayerische Kartslalomlauf bei meinem Verein MSC Schrobenhausen statt. Dort holte ich mir – nun mit schnellem Fahren durch eng gestellte Pylonen – den 1. Platz in meiner Altersklasse und damit wertvolle Punkte 
auf dem Weg zum Südbayerischen Endlauf. 

Das Kart der #16 wurde am Sonntag von den Fahrern unseres Schwesterteams #15 übernommen, da mein Team noch weiteren Schwund verbuchen mussten. Ein Teamkollege reiste aufgrund schulischer Pflichten ab, der andere musste verletzungsbedingt ebenfalls nach Hause aufbrechen. Unsere #16 war jedoch in guten Händen und erreichte nach 12 Stunden und 751 gefahrenen Runden P4 in der Trophywertung und P13 im Gesamtfeld.

Anfang August geht es zum nächsten GTC Rennen nach Bopfingen. Dort werden wir alles tun, um uns wertvolle Punkte in der Junior- und auch in der Trophywertung zu sichern.

GTC in Mülsen

1. Rennen der Saison in Sachsen, 12.-14.05.2023

Das erste Rennen dieser Saison fand in der Arena E in Mülsen/Sachsen statt.
Während über Südbayern Regenwolken hingen, strahlte uns in Sachsen die Sonne entgegen. Es schienen ideale Voraussetzungen für das auf drei Teilrennen aufgesplittete 12-Stunden-Rennen zu sein. Doch schon am Freitag beim Training wurde klar, dass mit der neuen Saison auch viele neue Fahrer auf der Strecke unterwegs waren. Nach etlichen Übungsrunden übertrieb es direkt vor mir ein Pilot und drehte sich weg. Ich war zu knapp hinter ihm, um weit genug auszuweichen und donnerte über sein Hinterrad. Sowohl mein Trainingskart als auch ich erlitten Blessuren: mein Oberarm und meine Rippen schmerzten übelst und die Achse des Karts war total verbogen. Für den Nachmittag war dann statt weiterem Training Schonen und Reparieren angesagt.

Am Samstag wurde es dann ernst. Unser neues Design im Stil einer "Green Mamba" stach sofort ins Auge und spornte uns an, den neuen und alten Gegnern zu zeigen, aus welchem Material das ADAC Juniorteam Südbayern mit der Startnummer 16 gemacht ist.
Das erste Teilrennen ging über drei Stunden, in denen zugleich die Juniorenwertung ausgefahren wurde. Die anderen Teams machten es uns nicht leicht. Bei einem Wechsel in einer Saftykart-Phase war mein Teamkollege zudem in der Boxengasse ein wenig zu schnell, so dass wir eine Stop-and-Go-Strafe erhielten, die beim nächsten Wechsel abgesessen werden musste. Doch als das erste Teilrennen abgewunken wurde, hatten wir den Platz 2 direkt hinter unserem Schwesterteam, der #15, erkämpft.

Nach einer kurzen Mittagspause, in der das Kart durchgecheckt und für das kommende Rennen optimiert wurde, ging es in das zweite Teilrennen, vier Stunden Heavytime; das Kart musste folglich mit weiteren 10 Kilogramm Extragewicht (gesamt mind. 190 kg) versehen werden. Jedes Kilogramm zuviel verlangsamt die Beschleunigung, aber kommt man mit zu wenig Gewicht zum Wechsel, erhält man sofort eine Strafe. Das wollten wir auf keinen Fall riskieren. Und so gingen wir lieber mit ein wenig zuviel Mehrgewicht auf die Strecke. Am Ende dieses Renntages fanden wir uns dann auf Platz 5 in der Trophywertung wieder.

Frisch motiviert starteten wir in den Sonntag. In Mülsen wurde auch dieses Jahr ein Le-Mans-Start durchgeführt und ich hatte die Ehre, diesen zu absolvieren. Natürlich war ich aufgeregt. Wie schnell hier etwas schief gehen kann, zeigte sich schon vor dem Start. Einem alteingesessenen Team riss das angelassene Kart aus und attackierte im Bogen seine Gegner. Wenn es nicht so gefährlich und für das betroffene Team ärgerlich gewesen wäre, hätte man glatt lachen müssen.
Beim Startsignal losrennen, ins Kart hechten, das Mikrofon anstecken, während man bereits im Bogen auf die Strecke zufährt und gleichzeitig keinen Crash zuzulassen war eine große Herausforderung. Zwei Gegner nahmen mich in die Zwickmühle, doch es ging gut aus und im Verlauf der nächsten 60 Minuten konnte ich einige Plätze im Gesamtfeld gutmachen. Auch meine Teamkollegen kämpften sich in ihren Stints nach vorne und als ich als letzter Fahrer meines Teams wieder ins Kart stieg, hatte ich das Ziel, uns den 3. Platz in der Trophywertung zu holen.
Es schien unmöglich. 20 Minuten vor Rennende war der Drittplatzierte noch 7 Sekunden entfernt. Doch dann kam eine Saftykart-Phase und das Feld rückte wieder enger zusammen. Nach dem Restart kämpfte ich um den wertvollen dritten Platz. Ich hatte ihn schon erobert, als ich von einem anderen Fahrer ins Grün geschoben wurde. Damit hatte sich das Thema 3. Platz erledigt und es galt nur noch, den aktuell 4. Platz zu verteidigen. 

Bei allem Ärger freuten wir uns über unseren 2. Platz in der Juniorwertung und sehen motiviert unserem nächsten Rennen in Wittgenborn im Juni entgegen.

1. Trainingstag GTC 2023

auf dem Gelände von Prokart Racelands in Wackersdorf

Es geht wieder los!
Der erste Trainingstag in 2023 und schon hat mich das Rennfieber wieder gepackt. Bei gutem Wetter konnten wir die Strecke in Wackersdorf ausgiebig nutzen und viele Runden mit unseren Trainingskarts drehen. Die neue Saison kann kommen.

Siegerehrungen für 2022

Schwabenpokal, BMV und ADAC Südbayern

Drei Siegerehrungen für die motorsportlichen Leistungen im Jahr 2022 - es war mir eine große Ehre, dabei sein zu dürfen.


Am 19.11.2022 wurde vom MSC Schrobenhausen die
Siegerehrung des Schwabenpokals (Kartslalom) ausgerichtet. Ich durfte mich über den Titel des schwäbischen Vizemeisters freuen.

Der
BMV lud am 29.01.2023 zur Siegerehrung ein. Hier nahm ich die Ehrung für den oberbayerischen Vizemeister im 270er Kartslalom entgegen.

In der Motorworld München veranstaltete der
ADAC Südbayern am 26.02.2023 die Sportlerehrung für das Jahr 2022. Ich wurde für meinen bayerischen Vizemeister im e-Kartslalom sowie für meine GTC-Leistungen in der vergangenen Saison und den verdienten 3. Platz in der Juniorenwertung geehrt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all meinen Unterstützern bedanken. Danke an meine Trainer, mein Team in der GTC, meine Teamkollegen, meine Eltern, meine Sponsoren. Danke, dass Ihr an mich glaubt, für mich da seid und mir den Rücken stärkt. Ohne euch hätte ich das alles nicht geschafft.

Und kaum ist damit die vergangene Saison abgeschlossen, geht es schon ins Training, um auch in diesem Jahr wieder Erfolge einzufahren. Denn auch in dieser Saison werde ich für die #16, das ADAC Juniorteam Südbayern, an den Start gehen und nebenbei - soweit möglich - auch Slalomrennen absolvieren.

e-Kartslalom bay. Endlauf

beim MSC Emmersdorf am 30.10.2022

In diesem Jahr wurde das 1. Mal vom ADAC ein e-Kartslalom Pokal ausgerichtet.

Qualifiziert hatte ich mich mit meinem 2. Platz beim Vorlauf in Marktoberdorf. Es war für mich eine neue Erfahrung, mit einem e-Kart einen Slalom-Parcours zu absolvieren. 

Training mit einem e-Kart war leider nicht möglich. Umso mehr freue ich mich, beim bayerischen Endlauf so gut abgeschnitten zu haben. Nur 5 Hundertstel Sekunden (0,05 Sek.) fehlten mir auf den Sieger. Vizemeister aus den 16 qualifizierten Fahrern Bayerns meiner Altersklasse - das hat für mich eine große Bedeutung.

GTC in Liedolsheim

Das Finale vom 07.-09.10.2022

Spannend wurde es beim Finale in Liedolsheim. Am Donnerstagabend trafen wir uns alle hochmotiviert, auch wenn sich schon abzeichnete, dass ein Teamkollege nicht völlig fit war und er deswegen beim Welcome Grill fehlte. Freitag früh hatten wir dann einen sehr effektiven Track Walk mit einem erfahrenen Fahrer aus dem Schwesterteam, der #15. Wir sahen  optimistisch auf das Rennwochenende, bis am Abend der kränkelnde Junior abbrechen musste. Die ganze Zeitplanung musste nun umgeworfen werden und auf uns verbleibende drei Junioren umverteilt werden.

Im Qualifying am Samstag Vormittag hatte es mein Teamkollege nicht so eilig und wir landeten nur auf Platz 22 von 29. Aber wir bissen uns Platz um Platz nach vorne; zunächst galt es, unter den Juniorenteams Position um Position gutzumachen. Dafür hatten wir drei Stunden Zeit. Die letzte dieser drei Stunden durfte ich übernehmen und ich gab wirklich alles. Mit einem super Boxenstop, perfekter Taktik und positivem Denken überholte auch ich die Konkurrenz und so erreichten wir mit Ablauf der ersten drei Stunden in der Juniorwertung Platz 2, direkt hinter der #15.
Nachlassen war keine Option, denn es ging unmittelbar weiter, nun war die Trophywertung relevant. Am Samstagabend gingen wir erwartungsvoll in die verdiente Nachtruhe, wir wollten erholt und voller Konzentration den zweiten Teil des 12-Stunden-Rennens am Sonntag zu Ende bringen. 
Tags darauf wurde der zweite Teil des Rennens bei herbstlichen 7 Grad trotz Sonnenschein hinter dem Safty Kart gestartet. Drei der verbleibenden Stunden mussten mit 190 kg Gesamtgewicht absolviert werden und die erste und dritte Stunde davon durfte ich übernehmen. Das Mehrgewicht wirkte sich in der Kurvenlage aus, doch darauf durfte ich keine Rücksicht nehmen. Und auch meine Teamkollegen gaben in ihren Stints alles, so dass wir nach 768 gefahrenen Rennrunden den dritten Platz in unserer Trophywertung und unter allen 29 Karts den 10. Platz erreichten.
Es war ein tolles und wirklich spannendes Finale. Alles hat wunderbar geklappt und wie immer hat das Team super harmoniert und zusammengeholfen.

GTC in Cheb

Spannendes Rennen in der Tschechei am 02.-04.09.2022

Das vorletzte 12-Stunden-Rennen der GTC fand im tschechischen Cheb auf der 1.020 m lange Rennstrecke statt.

Ab Freitag früh wurden die Karts getestet, die Ideallinie trainiert und die beste Abstimmung an den Renngeräten gesucht. Die Boxencrew meines ADAC Juniorteams hatte viel zu tun, da es aus den vergangenen Jahren coronabedingt keine Referenzwerte zu Cheb gab. 

Nicht ganz optimal vorbereitet ging unser Kart mit der #16 ins Qualifying. NLetzlich blieb nach dem Qualifying ein enttäuschender 22. Startplatz.


Den Start durfte ich fahren und ich konnte mich in den nächsten Runden einige Plätze nach vorne kämpfen, bis ich nach einer Stunde Fahrzeit an meinen Teamkollegen aus Oberbayern übergab. Nach den ersten 3 Stunden hatte sich mein Team durch starke Leistungen und perfekte Boxenstops incl. Fahrerwechsel in der Juniorwertung auf Platz 2 vorgekämpft.

Ohne Pause ging es in die restlichen fünf Stunden an diesem Samstag über. Auch 3 Stunden Heavytime (mit 190 kg Gesamtgewicht) mussten wieder absolviert werden. Darum packte ich weitere 10 kg in den Gewichtskasten und absolvierte auch diesen Heavy-Stint mit sehr guten Zeiten. 


Nach einer durchregneten Nacht erwartete die Rennteams am Sonntag morgen eine Rennstrecke mit teilweise sehr feuchten Stellen. Als ich dann für die letzte Stunde des Rennens übernahm, lag mein Team auf dem 15. Platz in der Gesamtwertung und Platz 5 in der Trophy Wertung. Meine Aufgabe war es, dies auf jeden Fall zu halten und nach Möglichkeit weiter nach vorne zu fahren. Dafür musste ich nicht nur an zu überrundenden Karts vorbei, sondern lieferte mir auch Kämpfe mit der Konkurrenz aus eigenem Haus (ebenfalls ADAC Juniorteam Südbayern), der #15. Als ich dann in der 788. Rennrunde mit der schwarz-weiß karierten Flagge abgewunken wurde, hatte ich eine Verbesserung der Team-Position auf Platz 14 im gesamten Feld erreicht und den Platz 5 in der Trophywertung gehalten. Zudem hatte ich in meiner vorletzten Rennrunde nicht nur meine eigene Bestzeit, sondern auch die Team-Bestzeit gefahren. 


Bei der Siegerehrung freute wir uns über den verdienten 2. Platz bei den Junioren und den damit verbundenen wichtigen Punkte in der Junior-Gesamtwertung. Zwar war in der Trophy dieses Mal kein Podestplatz möglich, doch der 5. Platz brachte auch hier wertvolle Punkte für die Meisterschaft mit sich.

Das letzte Rennen Anfang Oktober in Liedolsheim wird über unsere endgültige Platzierung in der Junior- und Trophywertung entscheiden.


GTC in Wittgenborn

Höhen und Tiefen am Vogelsbergring 12.-14.08.2022

Auf dem Vogelsbergring fand das Super Race Weekend statt. 

Das Training am Freitag war heftig. Circa 250 Mal befuhr ich die 1.038 m lange Strecke bei über 30 Grad. 

Samstag Vormittag fand das Qualifying für das erste der drei Rennen an diesem Wochenende statt. Dieses Mal durfte ich die Qualifikation für das Juniorenteam #16 aus Südbayern fahren. 15 Minuten hatte ich Zeit, die Reifen auf Temperatur zu bringen und einige gezeitete Runden zu absolvieren. Am Anfang hielt ich zeitlich mit der Top Ten mit. Leider überhitzten die Reifen und an gute Zeiten war nicht mehr zu denken. Letztendlich blieb Platz 20 unter allen 30 Teams nach Beendigung des Qualis stehen.

Um 11.20 Uhr begann das erste Rennen, in welchem auch die Juniorwertung ausgetragen wurde, bei mittlerweile bereits 30 Grad im Schatten. Ich fuhr den Start und konnte einige Positionen gutmachen, bevor die Übergabe an einen Teamkollegen bei einem taktischen Wechsel in der Safty Kart Phase nach circa 40 Minuten erfolgte. Als dieses erste Rennen nach drei Stunden abgewunken wurde, hatte es mein Team auf Platz drei der Juniorwertung geschafft, knapp hinter dem Schwesterteam #15 des ADAC Juniorteams Südbayern. Gesamt von allen Teams waren wir auf einem guten 13. Platz angelangt.
Das zweite Rennen dieses Tages begann dann um 15 Uhr. Die ersten drei Stunden davon mussten mit 190 kg Gesamtgewicht als sogenannte Heavy Stints absolviert werden, den zweiten Turn durfte ich absolvieren. Mein Vorgänger fuhr jedoch leider zu früh von der Waage. Somit stand eine 30 Sekunden Stop and Go Strafe für mein Team an, die ich direkt nach der Übergabe antreten musste. Mein Team wurde durch die Strafe stark zurückgeworfen und hatte nun eine Runde Rückstand auf die Top Ten. Bis zum Ende dieses zweiten, 4 Stunden dauernden Rennens konnte dieser Rückstand nicht aufgeholt werden. Als das Fahrerfeld mit der Zielflagge für diesen Tag abgewunken wurde, befand sich das Kart mit der Startnummer #16 auf Rang 19. Aber es sollte am nächsten Tag noch schlimmer kommen!

Am Sonntag um neun Uhr wurde das dritte Rennen, nun über sechs Stunden, begonnen. Plötzlich gab es Unruhe in der Box der #16. Das Kart stand kurz nach der Ausfahrt der Boxengasse und der Fahrer meldete über Funk einen Defekt an der Antriebskette. Sofort wurde eine Safty Kart Phase eingeleitet, um das Kart zu bergen. Ich und meine Teammitglieder mussten zusehen, wie wir Runde um Runde zurückfielen, ehe nach circa 10 Minuten, die sich für uns unendlich lange anfühlten, das Kart repariert war und wir wieder am Rennen teilnehmen konnten. Mit mittlerweile etwa 10 Runden Rückstand auf die Spitze war das Rennen eigentlich schon verloren. Aber wir ließen uns nicht entmutigen und kämpften um jede einzelne Position. Als ich dann nach einer Stunde das Kart übernahm, ging es im Grunde dennoch nur noch um Schadensbegrenzung. Und dann erneut nach 10 Minuten wieder Hektik an der Box: Auch ich musste das Kart abstellen, erneut ein Kettendefekt. Eine neue Kette wurde montiert, zusätzlich wurde ein Defekt am Kettenrad festgestellt und behoben. Dies kostete etwa eine Viertelstunde, mein Team fiel weitere 18 Runden zurück, ehe das Kart einsatzbereit war. In den letzten 25 Minuten von meiner Fahrzeit konnte ich, dank des nun Top fahrenden Karts, meine Performance zeigen und einige Fahrer überholen, ehe der nachfolgende Teamkollege übernahm. Wir konnten ein paar Runden aufholen, aber blieben letztlich abgeschlagen auf dem letzten Rang. Beim Zieleinlauf um 15 Uhr waren wir Südbayern sichtlich enttäuscht und konnten bei der Siegerehrung nur für die Konkurrenz klatschen.

Fazit nach diesem Wochenende: Es kann beim nächsten Rennen in Cheb nur besser werden! 


GTC in Wackersdorf

Bavarian 24h am 08.-10.07.2022

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Gelände des Prokart Racelands in Wackersdorf erlebte ich nicht nur ein erfolg-, sondern auch ein ereignisreiches Rennwochenende.

Der Testtag am Freitag zeigte mir und meinem Team zunächst, dass die Ideallinie in Wackersdorf erst einmal ergründet werden muss. Nicht nur unser ADAC Team #16 hatte Probleme mit Drehern und Ausritten, auch die anderen GTC-Teams kämpften mit Schwierigkeiten.

Nach einem weiteren kurzen Training am Samstag Vormittag stand das Zeittraining an, in dem über die Startaufstellung entschieden wurde. Dann ging es für mein Team von Startplatz 15 aus auf ins 24-Stunden-Rennen. Die 1.190 m lange Strecke bietet rasantes Rennvergnügen. Auf der 9 bis 12 m breiten Outdoorbahn mit 7 Rechts- und 4 Linkskurven ist nämlich nicht jede Stelle zum Überholen geeignet. Doch wir bissen uns durch und erreichten bis zum Ablauf der ersten drei Stunden und damit zur Juniorwertung den Platz 2 unter den Junioren, direkt hinter dem anderen ADAC Südbayern Juniorteam mit der #15. Die Freude in unserer südbayerischen Box war dementsprechend groß.

Jetzt ging es in den verbleibenden 21 Stunden um die Trophy-Wertung und um einen möglichst guten Platz in der Gesamtwertung unter allen 33 Karts. Da in Wackersdorf Doppel-Stints, also zwei Stunden-Turns in Folge von einem Fahrer absolviert werden, musste nicht nur der Team-Taktiker den Zeitplan ständig im Blick haben. Um kurz vor 20 Uhr trat ich meinen Doppel-Stint an und zeigte dem Fahrerfeld, an welchen Stellen Überholmanöver von Erfolg gekrönt sind. Mein Ziel war es auch, die #52, den direkten Rivalen ABR Junior, zu überholen. Lange kämpften ich mit deren Fahrer um die Position, ich kam immer näher und behielt letztlich die besseren Nerven. Als ich endlich den Fight gewonnen hatte und mich vor die #52 setzte, fuhr dieser in die Box ab. Nach einer knappen Stunde Fahrzeit folgte eine Safty-Car-Phase, welche mein Team für einen schnellen Tankstopp nutzte und anschließend fand ich mich erneut hinter der #52 wieder. Und wie ein Déjà-vu begann noch einmal der erbitterte Kampf, den ich erneut gewann, ehe nach 2 Stunden die Übergabe an den Teamkollegen erfolgen musste. Nun sollte ich 2 Stunden zur Erholung haben, doch schon um 23:15 Uhr musste ich zum nächsten Doppel-Stint einsteigen. Als Regen einsetzte, merkte man den auf Slicks fahrenden Kartpiloten die veränderten Streckenverhältnisse an. Immer wieder gab es Ausritte, auch ich fand mich neben der Strecke wieder. In einer Spitzkehre wurde es besonders dramatisch, als durch die Nässe auf der vom Reifenabrieb gummierten Fläche beim Bremsen die Reifen keinen Grip hatten und ich nur tatenlos zusehen konnte, wie es mich und mein Fahrzeug hinausdrehte. Als das Kart in Fahrtrichtung zum Stehen kam, freute ich mich, allerdings zu früh, denn ein Konkurrent drehte sich ebenfalls, krachte in meine Seite und katapultierte mich damit aus der Strecke. Mit Schmerzen in Arm und Schulter schaffte ich mein Kart wieder auf die Strecke, startete es und fuhr – den Verkehr natürlich im Blick – weiter. Mein Abflug hatte dem Team nicht einmal einen Platz gekostet, da auch die anderen Fahrer Vorsicht walten lassen mussten und bei zu zügigem Fahren mit ausbrechenden Karts zu kämpfen hatten.

Geschafft übergab ich nach diesen sehr anstrengenden 2 Stunden das Gefährt an den Teamchef, der zum Heavy-Stint (190 kg Gesamtgewicht Kart+Fahrer) aufbrach. Als am Sonntag nach 24 Stunden und 1.341 gefahrenen Runden die #16 den 3. Platz in der Trophy-Wertung sowie den 10. Platz in der Gesamtwertung aller Karts einfuhr, hatte sich das Durchbeißen rentiert. Doch die Siegerehrung musste ohne mich stattfinden; da ich zusätzlich zur GTC beim Kartslalom (für meinen Verein MSC Schrobenhausen) antrete, war ich zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg nach Memmingen zum letzten südbayerischen Qualifikationslauf, bei welchem ich einen guten 4. Platz einfuhr und mir damit das Weiterkommen zum südbayerischen Endlauf sicherte.

Dennoch freue ich mich schon auf August und das nächste GTC Rennen in Wittgenborn.

GTC in Templin

Starke Leistung in der Uckermark 10.-12.06.2022

Schon am Donnerstag machten wir uns auf die weite Anreise (680 km) zum zweiten Rennen der GTC-Saison in den Nordosten Deutschlands. In der Uckermark, genauer auf dem Templiner Ring, heulten am 10. und 11. Juni die Motoren der GTC-Karts um die Wette.

Bereits das Freitagstraining zeigte, dass unser ADAC Juniorteam Südbayern #16 durchwegs Potenzial hat. Den ganzen Tag wurden die Trainingskarts über die 1.105 Meter lange kurvenreiche Strecke geheizt, um für das 12-Stunden-Rennen am folgenden Samstag die Ideallinie zu finden, da der Kurs zum ersten Mal „andersherum“, also entgegen der regulären Fahrtrichtung, gefahren wurde. Wir trainierten fleißig, um am nächsten Tag die bestmögliche Performance abliefern zu können. Ich allein brachte es schon auf ca. 200 Trainingsrunden. Nach dem abendlichen Qualifying stand für uns Jungs der #16 fest, dass wir Tags darauf als 6. der Trophyklasse und damit gleichzeitig als 13. des gesamten, 25 Karts starken, GTC-Feldes starten würden.

Am Samstag stieg die Anspannung der Fahrer und damit auch meine merklich an. Der Templiner Ring fordert den Kartpiloten mit seiner kurvenreichen Streckenführung einiges ab und so war klar, dass jeder kleine Fehler unweigerlich mit Überholmanövern oder womöglich sogar einem Abflug von der Strecke bestraft werden würde. Als ich zu meinem ersten Stint das Kart übernahm, befand sich unsere #16 bereits auf Platz 8 im Gesamtklassement und mein Team setzte große Hoffnung darauf, bis zur Mittagspause und damit dem Ende der Juniorwertung noch weiter nach vorne zu fahren. Kartausfälle und damit verbundene Safty Kart Phasen forderten volle Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen. Nach dem Restart gab ich mein Bestes und kämpfte um jeden Platz. Bis zu meiner Auswechslung hatte ich die #16 bis auf den 2. Platz unter allen GTC-Teams, direkt hinter das Partnerteam #15, nach vorne gebracht. Doch mein Team hatte eine Regel der GTC verletzt und mich anstelle der maximal erlaubten 65 Minuten leider 39 Sekunden zu lange auf der Strecke gelassen. Dies brachte meinem Team eine Strafe ein, die in den verbleibenden Minuten bis zum Wertungsende nicht mehr aufgeholt werden konnte. Nach 187 gefahrenen Runden belegte mein Team Platz 3 der Juniorwertung.

Nach der behördlich beschlossenen Mittagspause wurde die Restdistanz von 8 Stunden zurückgelegt. Mein ADAC Juniorteam Südbayern mit der #16 war jedoch wie vom Pech verfolgt. Bei einem Fahrer fiel der Funk aus, ein anderes Teammitglied erhielt eine Strafe, weil er sich in der Boxengasseneinfahrt drehte. Ich ließ mich hiervon aber nicht aus der Ruhe bringen. Da es für das GTC-Rennens auch erforderlich ist, insgesamt 3 Fahrstunden höhergewichtig, also mit einem Gesamtgewicht von 190 kg, zu absolvieren, übernahm ich – für mich neu und ungewohnt – sogar einen Heavy Stint. Auch diese Herausforderung meisterte ich souverän. Dadurch, dass der Parcours umgekehrt gefahren wurde, stellte die tiefstehende Sonne in der Spitzkehre eine weitere Erschwernis dar. Die karierte Flagge um 22 Uhr winkte die #16 nach letztendlich 671 gefahrenen Runden, von denen ich ca. 200 gemeistert hatte, als 5. in der Trophyklasse ab. Im GTC-Gesamtklassement aller Wertungsklassen erreichte mein Team den 14. Platz. 

Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn im Juli dann in Wackersdorf das berühmte Bavarian 24h ausgetragen wird.


GTC in Mülsen

Debüt in Sachsen 13.-14.05.2022

Mein Einstand in der Rennklasse fand in der Arena E in Mülsen statt. Was war ich aufgeregt. Nach einem ausgiebigen Trainingstag am Freitag durfte ich am Samstag als zweiter Fahrer meines Teams (ADAC Südbayern Juniorteam) zu meinem allerersten Stint in der GTC antreten. 

Die ersten drei Stunden bis zur Mittagspause sollten über die Juniorwertung entscheiden und ich legte mich nach Kräften ins Zeug. Lange war mein Team der #16 auf Platz 3 und damit auf Podestkurs. Doch als ich nach einer Stunde konzentriertes Fahren zum Fahrerwechsel in die Box kam, unterlief mir ein Anfängerfehler: ich hielt wohl nicht lange genug auf der Waage an. Dies brachte meinem Team eine 10-Sekunden-Strafe ein. Der auf mich folgende Fahrer konnte die Zeit nicht mehr gut machen und als ich ihn eine knappe halbe Stunde vor Schluss der Juniordistanz ablöste, war mein Team auf P4 der Juniorwertung zurückgefallen. Dabei blieb es auch bis zum Ende der drei Stunden und den damit absolvierten 169 Rennrunden mit letztlich 22 Sekunden Abstand auf den Vordermann.

Für die Siegerehrung der Junioren wurde das Rennen unterbrochen. Auf der 1.350 Meter langen, neu gebauten Strecke in Sachsen kehrte dann für eine Stunde Ruhe ein, während der die Karts im Parc Fermee abgestellt wurden und an ihnen nichts verändert werden durfte.

Nach der Pause wurden die restlichen 9 Stunden der Langdistanz begonnen. Ich war nun der Startfahrer, eine Ehre für mich als Neuling, und ich musste mich hinter dem Pace-Kart auf den fliegenden Start vorbereiten. Ein Kart fiel durch technischen Defekt in den Einführungsrunden aus, so dass der fliegende Start direkt in die Pace Kart (Safty Cart)-Phase überging, bis dieses Kart geborgen wurde. Die Reifen auf Temperatur halten, den richtigen Abstand zum Vordermann im Blick, die Richtgeschwindigkeit/Deltatime einhalten und Nerven bewahren war jetzt angesagt. Nach fünf Runden ging das Pace Kart in die Box und die zu einem Pulk verdichteten 30 Karts nahmen Fahrt auf.

In der Startphase gab es zahlreiche Positionskämpfe. Ich musste kontern und versuchen, mich gegen die gegnerischen Fahrer durchzusetzen. Dabei blieb ich voll fokussiert. Als direkt vor mir zwei Konkurrenten einen kleinen Rennunfall produzierten, zeigte ich mit einem rasanten Ausweichmanöver mein Reaktionsvermögen. 

Nach den gesamten 12 Stunden landete das Juniorteam Südbayern mit der #16 in der GTC Trophy-Wertung auf einem guten 6. Platz.

Das 1. Rennen war aufregend und voll mein Ding. Umso mehr freue ich mich auf nächsten Monat, wenn wir in Templin zum nächsten GTC-Rennen antreten werden.


GTC  in Liedolsheim

Trainingstag am 26.03.2022

Es steht fest: ich starte dieses Jahr für das Juniorteam des ADAC Südbayern deutschlandweit bei Rundstreckenrennen im Rahmen der GTC (German Team Championship). Die größte Rundstreckenrennserie bundesweit war für mich schon länger das Ziel. Bei einem Sichtungstraining, initiiert vom ADAC Südbayern und Ralf Schall Motorsport aus Dornstadt, wurden die besten Bewerber aus Südbayern gesichtet und ausgewählt, unter ihnen durfte auch ich mich bewähren.

Am 26.03. fand nun der erste Testtag der GTC-Fahrer in
Liedolsheim (Baden-Württemberg) statt. 16 Teams aus ganz Deutschland nutzten das schöne Wetter auf der 1.060 Meter langen Rennstrecke, um die Ideallinie zu trainieren und die bis zu knapp 100 km/h schnellen 15 PS-Karts an die Belastungsgrenzen zu bringen. Zum Teil kämpften 30 Fahrer gleichzeitig auf der anspruchsvollen Strecke um die Bestzeit. 
Ich konnte erst wenig Erfahrung auf der Rundstrecke sammeln, aber schlug mich wacker und kämpfte mit den teils sehr erfahrenen Piloten um die Plätze.

Meine erste echte Bewährungsprobe wird Mitte Mai beim 12-Stunden-Rennen in Mülsen (Sachsen) erfolgen. Ich freue mich darauf.